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Cerium.
[254.255]
Indem die Beimengung von Lanthanerde und Didymoxyd bis aufdie neueste Zeit übersehen wurde, beziehen sich alle hier zusammen-gestellte Angaben über die Verbindungen des Ceriums auf das Lanthan-und Didymhaltige, selbst die von Mosanoer. Nur die Versuche vonBeringer und Rammelsberg sind mit lanthanfreiem Cerium angestellt-Aber bei der grofsen Aehnlichkeit dieser Metalle scheint es, dass di eAngaben durch die Untersuchung der reinen Ceriumverbindungen kein egrofse Abänderungen erleiden werden. [“Sie werden hauptsächlich dieEigenschaften des Ceriumoxydes und die Farbe der Ceroxydulsalzebetreffen. W-l
Das Ceroxydulhydrat ist ein weifses Pulver, welches an der Luftdurch Oxydation schnell gelb wird. Berzeliüs.
b. Mit Säuren bildet das Ceroxydul die Ceroxydulsahe. Das Cer-oxydulhydrat löst sich leicht in Säuren. Die unauflöslichen Ceroxydul-salze sind weifs; die löslichen geben mit weniger Wasser eine ame-thystrothe, mit mehr eine farblose [255] Lösung. Die rothe Farbe rühr*weder von Kobalt noch von Mangan her, Beringer; vielleicht von Didym. l)l elöslichen schmecken süfs, schrumpfend und röthen auch bei völligstSättigung der Säure Lackmus. Alle Ceroxydulsalze, deren Säure flüchtigoder leicht zerstörbar ist, verlieren ihre Säure beim Glühen, nur nichtdas schwefelsaure Ceroxydul-Kali. — Aus den gelösten Ceroxydulsalzeufällen Ammoniak und Kali das Oxydulhydrat in weifsen voluminösenFlocken, die sich im Ueberschuss des Alkali’s nicht wieder lösen. Eben
so wirken Hydrothion-Alkalien unter Freiwerden des Hydrothions. — Einfach'und zweifach-kohlensaures Ammoniak oder Kali fällt kohlensauresOxydul in weifsen Flocken, die sich im Ueberschuss des kohlensaurenAlkali’s ein wenig lösen. — Phosphorsaures Natron fällt aus den ne 11 'tralen Salzen weifses phosphorsaures Oxydul, leicht in Salpetersäurelöslich. — Eine gesättigte Lösung des schwefelsauren Kali’s fällt ansden nicht zu verdünnten Ceroxydulsalzen sogleich oder nach einig erZeit krystallisch-körniges schwefelsaures Ceroxydul - Kali. — Arsen-saures Kali gibt einen weifsen Niederschlag. —Kleesäure und kleesaur eAlkalien fällen, wenn die Säure des Cersalzes nicht zu sehr vorherrscht?weifses, anfangs käsiges, dann feinpulvrig werdendes, kleesaures Cerium'oxydul, nur in einem grofsen Ueberschuss von Salzsäure oder Salpeter'säure löslich. — Weiusaures Kali gibt einen leicht in Säuren löslichenNiederschlag.-—Bernsteinsaures und benzoesaures Ammoniak erzeugt hehöchstens lOOfacher Verdünnung einen weifsen käsigen Niederschlag-Einfach-Cyaneisenkalium fällt weifses Cyaneisencerium, in Salpetersäurelöslich. — KeineF'ällung bewirken: Hydrotbion,Zink,Eisen,kohlensaurerBarl 4 ’Strontian oder Kalk, Anderthalb-Cyaneisenkalium und Galläpfeltinctur.
B. Ceriurnoxyd-Oxydul.
Bildet sich beim Glühen des Oxyds mit Wasserstoffgas, und hehnheftigen Glühen des kohlensauren oder kleesauren Oxyduls (wobei diesSäuren etwas Sauerstoff an das Oxydul abtreten) in einer Retorte.Citronengelbes Pulver, welches, an der Luft erhitzt, zu Oxyd verbrenn iund sich in Salzsäure unter Entwicklung von Chlor löst. Berzeliu •Verdünnte Säuren ziehen das Oxydul aus, und lassen das Oxyd zurücK-Beringer.