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2 (1853) Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / von Leopold Gmelin
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Cerium.

[ 258 . 259 ]

Cerium und Schwefel.

A. Einfach- Schivefelcerium. 1. Cerium, in Schwefeldampferhitzt, nimmt ihn unter Feuerentwicklung auf. 2. Schwefelkohlen-stoff- Dampf, über glühendes kohlensaures Ceroxydul (oder über Cer-oxyd, Beringer) geleitet, verwandelt es in mennigrothes lockeresSchwefelcerium. 3. Glüht man 1 Th. Ceroxyd mit 3 Th. Kaliscliwefel-leber in einem bedeckten Gefäfse */ 2 Stunde lang heftig und zieht dasSchwefelkalium mit Wasser aus, so bleibt das Schwefelcerium in fettiganzufühlenden, bald gelbgrünen, bald goldgelben, dem Musivgold ähn-lichen feinen Krystallschuppen, unter der Linse mit gelber Farbe durch-scheinend. Bei jedesmaligem Erhitzen des Schwefelceriums in einemGase, welches nicht zersetzend wirkt, geht seine gelbe Farbe durchRoth in Dunkelroth und Schwarz über, beim Erkalten wieder in Gelb-Es scheint nicht die Elektricität zu leiten. Glüht man, statt des Ceroxyd s >gewässertes Chlorcerium mit Schwefelleber, so bleibt das Schwefelcerium bei®Auflösen der Schwefelleber in Wasser als schuppiges Pulver, welches, so lang ees in Wasser vertheilt ist, schmutzig-gelb aussieht, aber, wenn es sich zu BodeOgesetzt hat, oder getrocknet ist, schmutzig-roth erscheint.

Berechnung. Mosandkr.

Ce 46 74,19 74

S 16 25,81 26

CeS 62 100,00 100

Das Schwefelcerium hält sich unverändert in Luft und Wasser-An der Luft erhitzt, entzündet es sich noch vor dem Glühen und ver-brennt mit blauer Flamme und Entwicklung von schwefliger Säure z**basisch schwefelsaurem Ceroxyd. In einem Strom von Chlorgas er-hitzt, zerfällt es in Chlorcerium und Chlorschwefel. Es wird durch

Glühen in loddampf oder Kaliumdainpf, so wie durch Erhitzen mit Phosphor ni°zersetzt. Es wird durch die schwächsten Säuren unter EntwickU***»von Hydrothiongas und ohne Abscheidung von Schwefel zu einem Oer-OXydulsalze gelöst. Nurdasnach3) bereitete [259] setzt beiinAuflösen in Säur 1 ®1 bis 2 Proc. Schwefel ab, der jedoch nur durch Zersetzung eines Theils eSchwefelleber durch lufthaltiges Wasser mechanisch beigeinengt war, und s®durch Erhitzen des Schwefelceriums in Wasserstoffgas entfernen lässt. 1®

wässrigem Kali verwandelt sich das Schwefelcerium in ein grünes Pulver»welches Schwefelcerium-Ceriumoxydul zu sein scheint. Mosander. ,

B. Anderthalb - Schivefelcerium. Nicht für sich, sondern hlo®in Verbindung mit elektronegativeren Schwefelmetallen bekannt.

C. Schwefelcerium-Ceriumoxydul. Man destillirt kohlensaur^Ceriumoxydul mit Schwefel, oder glüht es in einem Strome von Hydr<*'thiongas. Aepfelgrünes Pulver. Löst sich in Säuren unter Füjj-wicklung von Hydrothionsäure und Abscheidung von Schwefel. l* ameistens etwas basisch-schwefelsaures Oxydul beigemengt. Berzee* i:S

D. Schweßiysaures-Ceriumoxydul. Durch Auflösen des kohle* 1 "sauren Oxyduls in wässriger schwefliger Säure. Krystallisirt in bla samethystfarbenen Nadeln. Klaprotii.

E. Unterschice felsaures Ceriumoxydul. Man löst das kohle**saure Oxydul in wässriger Unterschwefelsäure, und lässt an der L«verdunsten. Feine, farblose, luftbeständige, 4seitige Säulen, ** aCAbzug des Wassers, 42,79 Oxydul auf 57,21 Säure haltend. Heeren-