Buch 
2 (1853) Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / von Leopold Gmelin
Entstehung
Seite
312
JPEG-Download
 

312

Zirkonium.

[330.331]

und zitronsaure Alkalien, selbst nicht beim Erhitzen, Berzeeius , und durchAnderthalb-Cyaneiseukalium. Auch Einfach-Cyaneisenkalium fällt nach Berze-lius die Zirkonerdesalze nicht, während dieses necli Pfaff einen griinweifsen,nach Chevreuo einen weifsen, im Tleberschuss der Cyanverbindung löslichenNiederschlag gibt. «

Zirkonium und Kohlenstoff.

A. Kohlenstoff-Zirkonium? Entsteht, wenn man das Zirkonium durchkohlenstoffhaltiges Kalium reducirt. Gleicht im Aeufsern dem reinen Zirkonium»lässt jedoch beim Auflösen in Flusssäure Kohle, entwickelt mit kochender Salz-säure ein Wasserstoffgas, welches dem aus Gusseisen entwickelten ähnlichriecht, und gibt beim Verbrennen eine [331] nicht ganz weifse Zirkonerde, weilein Tlieil der Kohle unverbrannt bleibt. Bekzeuus.

B. Kohlensäure Zirkonerde. Man fällt in der Kälte einZirkonerdesalz durch ein kolilensaures Alkali. Weifses Pulver, wel-ches nach Klaproth 51,5 Erde, 7 Säure und 41,5 Wasser, nach VW'qiielin 55,5 Erde gegen 44,5 Säure und Wasser enthält, die bei geringe 1Hitze entweichen.

Zirkonium und Boron.

Boraxsaure Zirkonerde. Durch Fällen der Zirkonerdesalzemittelst Boraxes. Weifses nicht in Wasser lösliches Pulver.

Zirkonium und Phosphor.

Phosphor saure Zirkonerde. Weifs, nicht in Wasser löslich-

Zirkonium und Schwefel.

A. Schwefel-Zirkonium. Erhitzt man im luftleeren RaumeZirkonium mit Schwefelpulver, so erfolgt die Verbindung ohne Feue r 'entwicklung; beim Erhitzen in einem Wasserstoffgas haltenden (refä |szeigt sich schwaches Feuer. Dunkel-zimmetbraunes Pulver, welchedurch den Polirstahl keinen Glanz annimmt, und nicht die Elcktricitaleitet. Es gibt, mit Kali geschmolzen, Zirkonerde und Schwefelt'lium; es löst sich sehr leicht in Flusssälire und unter Entwicklung T °Hydrothion; sehr langsam in kochender Salpetersalzsäure. Wasser, sch**'fei-, Salz- und Salpeter-Säure und wässriges Kali zeigen keine Einwirku »Berzelies.

B. Schtceßigsaure Zirkonerde. Weifs, in Wasser unaußh slieh; nach Berthier wenig in wässriger schwefliger Säure, beim Koch®niederfallend.

C. Schwefelsäure Zirkonerde. a. Drittel. Man fallt m®Lösung des Salzes c durch Weingeist und wäscht den Niedersehrszuerst mit Weingeist, dann mit Wasser aus; oder man verdünntLösung des Salzes b mit viel Wasser. Weifse Flocken, nichtWasser, aber in Salzsäure löslich. Berzehus.

Berechnung. Berzelics.

3 ZrO 91,2 69,51 69,47

S03 40 30,4 9 30,53

3Zr0,S03 131,2 100,00 100,00