362
Silicium.
[381.382]
Lötlirohr bei starkem Blasen Flusssäure, und schmilzt an den Kanten ; gibt mitPhosphorsalz Flusssäure und ein Kieselskelett; mit Borax, langsam, ein klaresGlas, das beim stofsweisen Blasen undurchsichtig und krystalliscli wird; mitwenig kohlensaurem Natron eine schwer schmelzbare graue Schlacke, mit mehreine aufgeblähte unschmelzbare Masse; rötliet sich schwach beim Glühen mitKobaltlösung, wenn er nicht zu eisenhaltig ist. Entwickelt mit Vitriolöl, unteivölliger Zersetzung Fluorsiliciumgas. Löst sich in Salzsäure und gibt Kiesel-
gallerte.
R A M M F. L S B K
R G.
Thomson.
Chondrodit.
a
b
C
d
8 MgO
3 SiÖ 2
F—OFeO
HO
160
93
10,7
60,68
35,27
4,05
56,12
33,51
4,30
3,57
56,61
33,10
4,97
2,35
54,50
33,10
6,75
5,54
54,64
36,00
3,75
3,97
1,«L
263,7
100,00
97,50
97,03
99,92
99,98
Also vielleicht: 3(2Mg0,Si0 2 ) + (MgO,MgF). Ein Theil der Bittererde istdurch Eisenoxydul vertreten. — a ist gelber Choudrodit aus Nordamerica, -f.b gelber von Pargas, — c grauer von Pargas, —d rothgelber von Eden beiNewyoik.
[382] I). Kieselsaurer Bittererde-Kalk. — a. Halb. — a. Manche
Hüttenschlacken, von der Krystallform des Olivins, halten auf 2 At. Bittererd eund Kalk 1 At. Kieselsäure. Mitscherlich (Ami. Chim. Phgs. 24, 355). 1 A 'Kalk gibt mit 1 At. Bittererde und 1 At. Kieselerde im 2stündigen Essenfe uerein wohlgetlossenes liellblaugriines Glas von körnigem Bruche. Skkstböm.Gleiche Theile Kalk, Bittererde und Kieselerde schmelzen zu einem grünlicheGlase, welches am Stahl Funken gibt. Auch bei mehr Kalk erfolgt Schmelz 1111 ’- 1 ’schwieriger bei mehr Kieselerde, keine bei Ueberschuss von Bittererde. ACHAi*mß. Batrachit. — Schmilzt vor dem Lötlirohr; gibt mit Phosphorsalz ein Kiese -
Skelett; wird wenig von Säuren angegriffen. Rammklsbkrg (. Pogg . 51, 446)-
Batrachit.
Rammelsberg.
2 CaO
56
35,44
35,45
2 MgO
40
25,32
21,79
FeO
...
. ,
2,99
2 SiO 2
62
39,24
37,69
HO
158
10 Ö 700 "
. 1,27
99,19
2Ca0,Si0 2 +2 MgO,Si0 2 ; ein Theil der Bittererde ist durch Eisenoxydul ersetz*-b. Einfach kieselsaurer Bittererde-Kalk. — a . l At. Kalk, ,n >
1 At. Bittererde und 2 At. Kieselerde oder 1 Atom Kalk mit 2 Atom B‘* ®erde und 6 Atom Kieselerde zusammengeschmolzen, und sehr langsam a “j>kühlt, krystallisirt in der Form des Augits. Die erstere Masse gleicht “gewöhnlichen, die letztere dein fiunländischen Augit. Bkiithiek (Ann-Phgs. 24, 376). — ln den Höhlungen der Schlacke eines mit heifser Luft betbeiien Hoheisenofens fand Nöggehath (./. pr. Chem. 20, 501) künstliche AusKrystalle. — Skkstböm setzte die 3 Erden nach folgenden Verhältnissen el .2stündigen heftigen Gebläsefeuer aus und erhielt folgende gut geflossene Mm> sCaO,Si0 2 + (MgO,Si0 2 ): Opalartiges Glas, an einigen Stellen krystallise“- ,CaO,SiO’+2 (MgO,Si0 2 ): Schmelz an einigen Stellen krystalliscli. — 2( Ca °’ s+ MgO,Si0 2 : Opalisirendes Glas von körnigem Bruche. „ ißß
ß. Augit. — X-System 2 und lgliedrig. Fig. 09 uehst t-Fläche, 103’und viele andere Gestalten. 1 : t = 106° 6’; 1 : a = 150°; u : u' = . u <
t : u oder u' = 133° 51'; m : u oder u' = 136° 9'; spaltbar nach u titweniger nach m und t. IIauy. Spec. Gew. 3,2 bis 3,5; Härte zwischen * jjund Feldspath. Schmilzt, je nach seiner Mischung verschieden leicht. Der v ‘ teSgibt ein farbloses, fast klares Glas, eisenhaltiger Augit ein dunkelge* geI _Löst sich leicht in Borax, schwierig in Phosphorsalz, unter Bildung eines wskeletts. Wird von Salzsäure kaum angegriffen.