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Silicium.
[ 401.4021
Die meisten Analysen des Vesuvians lassen sich nicht genau nach der For-mel berechnen; siegeben, wenn man auch alles Eisen als Oxyd berechnet,viel stärkere Basis oder zu wenig Kieselerde. — In einigen Vesuvianen kommtetwas Natron, in andern etwas Phosphorsäure vor.
Künstlichen Vesuvian fand Brrthier ( Ann. Chim. Phys. 33, 172) in uerSchlacke eines mit Kooken betriebenen Hoheisenofens.
2. Granat. — Hat dieselbe Formel, wie der Vesuvian und ist mit ihm di-morph. — X-Systein regulär; vorzüglich Rhomboidaidodekaeder und Leucitoeder{Fig. 3 u. 11); undeutlich spaltbar nach d. Spec. Gew. 3,4 bis 4,3 ; etwas härterals Quarz; durchsichtig, mannigfach gefärbt. — Schmilzt vor dem Löthrohrleicht und ruhig zu durchsichtigem Glas; verhält sich gegen Flüsse dem Vesu-vian ähnlich. Das durch Schmelzen des Granats erhaltene Glas hat ein geringeresspec. Gew.; das spec. Gew. des Granats von Grönland nimmt beim Schmelze, 11von 3,9 auf 3,05 ab, das des Granats (Grossnlars) vom Wilui von 3,63 aufund letzteres Glas kommt mit dem geschmolzenen Vesuvian vom Wilui in phy_ sl "sehen und chemischen Verhältnissen überein, vgl. (I, 101, oben). [402j Wäh-rend der rohe Granit nicht, oder bei gröfserm Kalkgehalt nur theilweise durchSalzsäure angegriffen wird, so ist der geschmolzene vollständig zersetzbar ^un-ter Abscheidung gallertartiger Kieselerde; bei kalkreichen Granaten reicht hier-zu schon das Rothglühen hin. Kobell.
Alle Granate sind, vorzüglich nach Trolle Wachtmeisters Versuchen,zu betrachten als Gemische der folgenden Granatarten nach veränderlichen Ver-hältnissen.
1) 3 Ca0,Al 2 0 3 ,3Si0 2 ; 2) 3 Mg0,Al 2 0 3 ,3Si0 2 ;
3) 3 Mn0,Al 2 0 3 ,3SiO 2 ; 4) 3 Fe0,Al 2 0 3 ,3Si0 2 ;
5) 3 Ca0,Fe 2 0 3 ,3SiO 2 ; 6) 3 Mg0,Fe 2 0 3 ,3Si0 2 ;
7) 3 Mn0,Fe 2 0 3 ,3Si0 2 ; 8) 3 Fe0,Fe 2 0 3 ,3Si0 2 .
Die Verbindung 1 (Kalk-Thongranat) ist vorwaltend im Kaneelstein, @f oSsular und weifsen Granat von Teilemarken; — die Verbindung 2 ( Talk-Ih 0 'granat) im schwarzen Granat vou Areudai; — die Verbindung 3 (.^ang a1 ,Thongranat) in einem Granat aus Nordamerika, von Seybert untersucht, 0im Granat von Broddbo; — die Verbindung 4 (Eisen-Thongranat) , iin orieulischen Almandin und anderm rothen edlen Granat; — die Verbindung 5 „
Eisengranat ) im gemeinen gelben, braunen und schwarzen Granat, so auch 1Melanit; — die Verbindungen 6, 7 und 8 treten in keinem Granat vorherrscheauf. Der Pyrop, welcher vorzüglich aus den Verbindungen 1, 2 und 5 beste„jgist durch einen Gehalt an Chrom ausgezeichnet, welches wahrscheinlichChromoxyd einen Theil der Alaunerde vertritt.
s. Allanit, Cerin. — 3 (CaO;CeO;FeO),l(Fe0 3 ;Al 2 0 3 ),3 Si0 2 =3(Ca0;Ce0;Fe0)’2Si0 2 + (Fe0 2 ;Al 2 0 3 ),Si0 2 . — Spec. Gew. 3,4 bis 3,8; härter als Apatit» 'tnuschligem Bruche. Pechschwarz, undurchsichtig. Schmilzt unter schwac _Biasenwerfen zu schwarzem Glase. Meistens durch Salzsäure unter Gallerdüng zersetzbar, jedoch der von Snarum sehr unvollkommen , und der vonBastnäsgrube gar nicht. — Die folgende Berechnung bezieht sich auf ^mkyers Analyse. Hermann betrachtet das von ihm analysirte Fossil vonals Orthit, doch entspricht seine Zusammensetzung mehr der des Allanits.
Stromeyer. Hermann. Th. Scheer® 11 -
Snarum-
il J'a
0,o613,737,50
15,51
16,4034,00
Allanit.
lglorsoit.
Miask.
Jotunfjeld.
CaO
G
168
10,40
11,08
9,25
12,02
MgO
. ,
.
.
2,06
0,78
CeO
7
378
23,40
21,60
17,39
13,34
LaO
, ,
.
. 5,80
MnO
. ,
.
. ,
. 0,4015,10
2,37
0,98
FeO
Fe 2 0 3
5
1
176
78,4
10,89
4,85
13,03
15,55
A1 2 0 3
5
257
15,91
15,23
18,21
16,23
SiO 2
18
558
34,55
333)2
35,49
35,15
HO
-
.
3,00
2,00
0,50
1
1615,4
100,00
99,43
99,80
100,35