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2 (1853) Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / von Leopold Gmelin
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Titanoxyd.

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wird zuvor Chlorwasser oder unterchlorigsaures Alkali zur höheren Oxydationdes Eisens zugesetzt); hierdurch wird alles Eisenoxyd mit sehr wenigTitansäure gefällt. Die Flüssigkeit wird schnell abfillrirt und zum Sie-den erhitzt, wodurch alle Titansäure als reines titansaures Ammoniakgefällt wird. Dieses wird wie oben behandelt. Wühler. LI

Eigenschaften. Die natürliche Titansäure ist trimorph: a. Rutil,Titansclimi. X-System 4gliedrig; Fig. 28, 29; Fig. 39, ohnep-Fläche, dagegen mit a-Flächen (des zweiten Quadratoktaeders) undMit Abstumpfungen der Seitenkanten zwischen q und r (wodurch eine16-seitige Säule entsteht), u. a. Gestalten, besonders hemitropischeZwillinge; e : e' = 123° 4'; a : q = 122° 51'; spaltbar nach q und r.Hauy. Spec. Gew. 4,249 Mons. Weicher als Quarz. Durchscheinend,braunroth, von braungelbem Pulver.

b. Anatas. X-System quadratisch. Spitzes Quadrat - Oktaeder.Fig. 21, oft entscheitelt (p-Fläche), oder mit 4 Flächen zugespitzt.Fig. 22. e : e' = 97° 38'; e : e" = 137° 10'; p : e = 111° 25';spaltbar nach e und p. Hauy. Spec. Gew. 3,826 Mons. Härter alsApatit. Durchscheinend, blau, ins Rraune, Rothe und Schwarze, vongrauweifsem Pulver.

. rc. Brookit voll Sou et aufgefundeu und von I.K\vv beschriehen. X-Sy-Stem 2 U. 2gliedrig. fn: a' 126° 31'; a' : a 2 = 72,0; u' : u 100. Blät-terdurchgänge nach u und u'. lkwv. l- 1 Hat genau die Farbe und den Glanzdes Rutil und ist wie dieser in allen Säuren, aufser in kochendemVitriolöl, unlöslich. Findet sich in undurchsichtigen Krystallen von4,167 bis 4,165 spec. Gewicht, das sich durch Glühen erhöht. Ein stück

von Snowdon enthielt nach einer Analyse von Rose neben Titanoxyd nur 1,41Proc. Eisen. W.~l

|~Der Arkansit Shkpauds ist eine Abänderung des Brookit, die sich nurdurch etwas geringeres spec. Gewicht, eisenschwarze Farbe und den Habitusseiner Krystalle von diesem auszeichnet. L-1

Künstliche Titansäure. Weifses Pulver, von 3,9311 spec. Gew.,Welches bei jedesmaligem Erhitzen eine gelbe Farbe anuimmt. Die durchAmmoniak gefällte erscheint nach II. Rose nach dem Glühen als eine bräunliche,feste, demantglänzende , dem Rutil ähnliche Masse. Geschmacklos; rötlietdenjenigen Theil [439 ] der Lackmus!inctur, den sie in sich saugt. H.Rose. Nur im Knallgasgebläse schmelzbar. Durch ihr Verhalten gegenPlüssü ausgezeichnet (II, 435).

Ti 24 60

2 0 16 40

TiO 2 40 100

(TiO 2 = 303,66 + 200 = 503,66. Bekzei.ius.)

TN ach Rose (Jnn. Pharm. 53, 267) kann die Titansäure zwei allotropische^ustände annehmen: TiO 2 « wird aus den Lösungen durch Ammoniak gefällt undist sowohl feucht, als nach vorsichtigem Trocknen, wenn dabei keine höherelemperatur angewendet wurde, in verdünnten Säuren löslich; ihre Lösung kannkaltem Wasser verdünnt werden, ohne sich zu trüben. Beim Glühen zeigteine vorübergehende Lichterscheinung, Ti0 2 ,ö, wird beim Kochen einer-sung von Titansäure in einer stärkeren Säure, z. B. Salzsäure, ausgeschiedenund entsteht beim Glühen von Ti0 2 /3. Unlöslich in allen Säuren, mit AusnahmeVon kochendem Vitriolöl, worin sie sich langsam löst. Verglimmt nicht beimBlühen und wird uach dem Erkalten wieder weifs. W-7

Zersetzungen. 1. Durch Kalium oder Natrium beim RothglühenUn ter mäisiger Feuereulwicldung zu Alkali und einem schwarzen Pul-