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2 (1853) Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / von Leopold Gmelin
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Tantal.

[459.460]

tals mit Wasser. 3. Durch Auflösen von B in Salzsäure. Die Auf-lösung wird nicht durch Wasser getrübt. Sie setzt beim Abdampfen dieTantalsäure im durchscheinenden Zustande ab. Die nach (3) erhal-tene Lösung trübt sich nicht beim Kochen, aufser wenn sie concentrirtist, und klärt sich dann wieder bei Wasserzusatz; Schwefelsäure fälltaus ihr selbst in der Kälte fast alle Tantalsäure. Wöhler.

Die Schwefelsäure-haltende Tantalsäure (II, 442, a) löst sich in concen-trirter Salzsäure ziemlich leicht, und bei längerem Zusammenstellen reichlich.Diese Lösung, mit Wasser verdünnt, trübt sich beim Kochen und gibt einenweifsen Niederschlag von Schwefelsäure-hallender Tantalsäure. Auch Schwefel-säure und schwefelsaure Salze fällen aus der Lösung die Tantalsäure in Verbin-dung mit etwas Schwefelsäure fast vollständig, in Gestalt eines milch weifsenschweren Niederschlags; die Fällung erfolgt sogleich, wenn die Lösung heifsoder concentrirt, allmälig, wenn sie kalt und verdünnt ist. Wühler.

Während das reine Chlortantal, durch Wasser zersetzt, die meiste Tantal-säure fallen lässt, so löst sich sein Gemisch mit Chlorschwefel (wie man es beider Zersetzung des Schwefeltantals durch Chlor erhält) bis auf wenig abgeschie-denen Schwefel völlig in Wasser; diese Lösung trübt sich beim Erhitzen, undsetzt beim Abdampfen gallertartige Tantalsäure ab. Berzelius. [Die aus demChlorschwefel entstehende Schwefelsäure veranlasst wohl dieses verschiedeneVerhalten der Chlorverbindung.]

Tantal und Fluor.

A. Fluor - Tantal. Man dampft saure flusssaure Tantalsäurezur Trockne ab. Weifse, undurchsichtige, nicht krystallische Masse,in der Glühhitze weder verdampfend, noch sich zersetzend. Zerfälltmit Wasser in sich auflösende saure flusssaure Tantalsäure und in un-gelöst bleibende Tantalsäure, welche etwas Flusssäure zurückbehält.Vereinigt sich mit andern Fluormetallen zu Fluor-Tantalmetallen,welche feuerbeständig sind, aber eine Neigung haben, durch heifsesWasser in ein weifses niederfallendes Pulver, in welchem die Tantal-säure vorherrscht, und in eine mehr saure Auflösung zersetzt zu wer-den. Berzelics.

[460] Basisch flusssaure Tantalsäure. a. Geglühte Tantalsäurezerfällt in wässriger Flusssäure, ohne sich darin zu lösen, und nimmtetwas Flusssäure auf, welche sie beim Glühen wieder entwickelt. Ber-zelics. b. Der Niederschlag, welchen Wasser mit Fluortantal erzeugt.

C. Saure flusssaure Tantalsäure. Tantalßuorwasserstoffsäurf Es scheint noch unentschieden, ob sie vierfach-flnsssaure Tantalsäure= Ta0 3 ,4HF; oder, wenn man sich 3 HO entzogen denkt ~ TaF 3 ,HF, oder osie fünffach-flusssaure Tantalsäure ist =~~ TaO^SHF, oder: nach Abzug von3HO = TaF 3 ,2HF Tantalsäurehydrat, nach Weise 3 (ii, 439) bereitet,löst sich augenblicklich in wässriger Flusssäure. Noch unzersetzt geblie-bener Tantalit und derjenige Theil der Tantalsäure, welcher zwar schon seihEisenoxydul an das zweifach-schwefelsaure Kali abgetreten, aber sich noch nie«*darin gelöst hatte, bleibt ungelöst zurück. Dj e wasserhelle Lösung, erS,;freiwillig, dann bei 30° verdunstet, setzt neben, durch Verflüchtigungder überschüssigen Flusssäure am Rande der Schale entstehendem Fluor'tantal, Krystalle von saurer flusssaurer Tantalsäure ab. Die Krystal»verwandeln sich durch blofses Verwittern an der Luft, wobei sie Fluss-säure und Wasser verlieren, schneller beim Erwärmen, in Fluortantal-Im frischen Zustande sind sie unzersetzt in Wasser löslich. Berzelius-