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Tantal.
[461.4-62]
B. Schwefelsaures Tantalsäure - Kali. — Durch Schmelzen derTantalsäure mit 2fach-schwefelsaurem Kali. Die Verbindung wird durchWasser zersetzt, welches Tantalsäurehydrat ungelöst lässt. Berzelius.
C. Fluor -Tantalkalium. — a. Mit geringerem Tantalgehalt.Man versetzt die saure flusssaure Tantalsäure in der Wärme so langemit Kali, bis ein Niederschlag zu entstehen anfängt' oder man erwärmtwässriges 2fach-flusssaures Kali mit Tautalsäure, wobei einfacli-fluss-saures Kali in der Flüssigkeit bleibt. Beim Erkalten schiefst die Ver-bindung in wasserfreien Schuppen an.
Oder: Berzelius.
2K 78,4 21,97 2 KO 94,4 26,45 23,54
Ta 185 51,83 Ta03 209 58,56 56,99
5F 93,5 26,20 5 (F — 0) 53,5 14,99 * *)
356,9 100,00 356,9 100,00
*) Der 19,47 betragende Verlust bestand nach Berzelius nicht blofs in Fluss-
saure, sondern zugleich ln etwas Kieselerde.
Die Verbindung zersetzt sich nicht beim Weifsglühen in Platin-gefäfsen, selbst nicht beim Glühen mit entwässertem 2fach - schwefel-sauren Kali, von welchem blofs die überschüssige Schwefelsäure ver-flüchtigt wird. Entwickelt mit [462] Wasser-haltender SchwefelsäureFlusssäure. Wird durch Kalium unter Feuerentwicklung in Tantal undin Fluorkalium zersetzt. Löst sich wenig, aber vollständig in kaltemWasser, viel leichter in heifsem; wird beim Kochen mit Wasser zer-setzt, ein weifses Pulver absetzend, welches reicher an Tantal ist, alsdas aufgelöst bleibende.
b. Mit gr'öfserem Tantalgehalt. — 1. Man fügt zu der warmenAuflösung von a, noch ehe es angeschossen ist, Flusssäure; diese nimmtVs des Kali’s hinweg, 2fach - flusssaures Kali bildend. — 2. Man über-sättigt, in kochendem Wasser gelöstes, tantalsaures Kali mit Fluss-säure. — Schiefst beim Erkalten in feinen und kurzen, wasserfreienNadeln an. — Gibt bei der Analyse 63 Proc. Tantalsäure ; enthält wahrschein-lich 3 At. Kalium , 2 Tantal und 9 Fluor. _ Verhält sich in der Glühhitzefür sich und mit 2fach-schwefelsaurem Kali, sowie gegen Schwefel'säure, gleich a. — Ebenfalls schwierig in Wasser löslich. Berzelius-
Tantal und Natrium.
A. Tantalsaures Natron. — Durch Zusammenschmelzen der Tan-talsäure mit Natronhydrat oder kohlensaurem Natron. Nur in heifsemWasser löslich, beim Erkalten wieder gröfstentheils zu Boden fallend. —'Vor dem Löthrohre treibt die Tantalsäure aus dem kohlensauren Natrondie Kohlensäure unter Brausen aus; das gebildete tantalsaure Natronschmilzt nicht. Berzelius. fDurchsichtig, trübt sich beim Erhitzen;indem sich ein weifses saures Salz ausscheidet. Nach dem Glühen h ]Wasser unlöslich. Bleibt beim Glühen in einem Strom von Hydrothi° nfarblos, aber der ganze Natrongehalt verwandelt sich in Hydrotbion'Schwefelnatrium. Wird eine kalte Lösung von tantalsaurem Natron mit Aet z '
natron behandelt, oder bei gewöhnlicher Temperatur über Vitriolöl verdunstegelassen, so sind die dabei entstehenden Verbindungen in Wasser nicht menvollständig löslich.