Buch 
2 (1853) Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / von Leopold Gmelin
Entstehung
Seite
491
JPEG-Download
 

Molybdänsäure.

491

[496.497]

. h- Mit Säuren zu Molybdänsäure-OxydsaHen. Die Säuren bilden mit demauen Hydrat dunkelblaue Auflösungen, welche beim Abdampfen syrup- oderaxtract-artige, dunkelblaue Massen liefern , und sich an der Luft, besonders inOer Wärme , durch Oxydation entfärben. Kali entfärbt die blaue Lösung unterO'g des braunen Oxydhydrats, bei grofser Verdünnung bleibt jedoch dielussigkeit blau: Salmiak fällt nur einige dieser Lösungen. Buchows, Beb-zr lius.

c - In Weingeist ein wenig löslich.

Zweifach molybdiinstmres Molybdänoxyd.

Man erhitzt gewöhnliches molybdänsaures Ammoniak mit wenig-stens der doppelten Menge Molybdänsäure im geschlossenen Tiegel zumschmelzen und laugt nach dem Erkalten die überschüssige Molybdän-Säure mit Ammoniak aus. Fast metallglänzendes zwischen braun-roth und violett gefärbtes Pulver. Berlin.

Berechnung. Berlin.

3 Mo 138 68,31 68,35

80 _ 64 31,69 3 1,65 _

~~ ÜIo0 2 ,2Mo0 3 202 100,00 löO^OO

°D Salzsäure oder Schwefelsäure nicht angegriffen, von Salpetersäure leicht°X}'dirt. L-1 6 b 1

C. Molybdänsäure. MoO 3 .

Findet sich als Molybdänocher.

Bildung. 1. Beim fortgeselzen Erhitzen des Molybdäns, oder seinerniedrigeren Oxyde, oder des Scliwefelmolybdäns an der Luft. 2. BeiEinwirkung der Salpetersäure auf dieselben Körper. 3. BeimJühen des Metalls oder der Oxyde in Wasserdampf, Regnallt (jnn.>m. Phys. 62, 356), oder mit Kalihydrat, Liebig Kasm. Arch. 2, 57), unterWicklung von Wasserstoffgas.

in .£ arstenim !/- E Man löst Molybdän oder dessen niedrigere Oxydeüberschüssiger Salpetersäure, und dampft die Lösung entwederI« Zl,r .Trockne ab, und glüht den Rückstand gelinde; oder b) manp s ' e freiwillig verdunsten und sammelt- die sich dabei als weifsessie Ve ^ ^scheidende Molybdänsäure auf einem Filter, wäscht sieSei Nasser aus und trocknet sie. Berzelius. 2. Man digerirt: u yefelmolybdän mit Salpetersäure, bis seine graue Farbe zerstörtmit j und befreit die erzeugte Molybdänsäure durch Waschen

i'Üst ass . er V011 ^ cr Salpeter- und Schwefel-Säure. Scheele. 3. Manslä i Mdngcpulvertes, reines, natürliches Schwefelmolybdän bei erstKiib Cler dann schwächerer Hitze, bis es in der Hitze gelb, in derSh tC weifs erscheint.4. Aus unreinem, mit Quarz u. s. w. gemengtenjJ^efelmolybdän hat man zuvor molybdänsaures Ammoniak zu be-Tie e ! 1 i' Cs dieses -) Mieses erhitzt man dann längere Zeit in einem offenenhie,.. s ° gelinde, dass es nicht schmilzt. Berzelius. Eben so dientz " rtas aus Gelbbleierz dargestellte molybrfänsaure Ammoniak. Wittstkin.

im \J Ciffenscl, ofien. Nach (l,b) bereitet: Weifse, leichte, poroseMasse,nasser sich in feine, seidenglänzende Krystallschuppen zertheilend;a dem Glühen, wobei es blofs ein paar Proeent nicht saures Wasser