Buch 
2 (1853) Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / von Leopold Gmelin
Entstehung
Seite
588
JPEG-Download
 

588

Uran,

[595. 596]

iffiRGsVersuchen ( Poyg. 59, 5) ist das Dasein eines besonderen schwarzen Oxyd-oxyduls zu bezweifeln. Das durch heftiges Glühen des salpetersaureu Oxydserhaltene Oxydoxydul nahm hei schwachem Glühen an der Luft theils gar nicht,theils nur um 0,04 Proc, an Gewicht zu; an der Luft gelinde geglühtes Oxydverlor heim heftigen Glühen im Wiudofen nur 0,09 Proc. [Wahrscheinlich wirktbeim Glühen im Wiudofen das Kohlenoxyd ein wenig desoxydirend.]Berechnung nach Peligot. Oder:

240 85,71 2UO 136 48,57

__50_40 14,29 __ U 3 0 3 144 51,43 _

"W>5 280 100,00 2 U0,Ü0 3 280 100,00

D. Grünes Uranoxyd - Oxydul. U s O 4 .

Das ehemalige Dranoxydul.Findet sich unrein als Pechblende. Bildung 1. Durch Verbrennen des Metalls (n, 585). 2. Durch Verbrennendes Oxyduls. Das nach (2) bereitete (II, 586) entzündet sich an der Luft beigewöhnlicher Temperatur und verwandelt sich unter fortschreitendem schwächet*Glimmen in schwarzes Oxydoxydul, welches hei längerem Erhitzen grün wird-Peligot. Diese pyrophorische Eigenschaft des in einem Strom Wasserstoffs**erhitzten kleesauren Oxyds scheint vom absorbirten Wasserstoffgas herzurühren idenn heim Verbrennen des so erhaltenen Oxyduls in einem Strom Sauerstoffs** 8erhält man immer ein wenig Wasser. Kammelsberg. Das nach (2) erhalte* 6Oxydul, längere Zeit zwischen 150 und 200° erhalten, wird ohneFeuerentwick'lung zuerst schwarz, dann nach völliger Sättigung mit Sauerstoff in 12 bis *5Stunden grün. Ebelmen Das nach (1), (3) oder (5) bereitete, cohärenter*Oxydul entzündet sich erst hei anfangendem Glühen, und verglimmt gleich ein® 1 "Kohle unter Aufschwellen zu Oxydoxydul, 'ßircHOr.z, Arfvedson, LecaNVjPeligot. Hierbei nehmen 100 Th. Oxydul nach Arfvedson 3,695 bis 3,73, na caEbelmf.n 3,91, nach Peligot 4,0 Sauerstoff auf. [3 UO + O = U 3 0 4 ; 204 :== 100 : 3,92]. Im Knallgasgehläse verbrennt das Oxydul mit Funkensprühed'

Clarke -3. Bei schwachem Glühen des Oxyds. Ueberhaupt entsteht das

grüne Oxydoxydul, wenn irgend eine andere Oxydationsstufe oder das Me]®*einige Zeit an der Luft in schwachem Glühen erhalten wird, während hei heit*'gern Glühen schwarzes Oxydoxydul entsteht. Peligot. 4. Das UrailOXydUoin Wasserdampf rothgeglüht, zersetzt ihn langsam unter Bildung von

Oxydoxydul. Regnaumt (Ann. cmm. Pht/s. 62, 358).

Darstellung. Aus der Pechblende, welche neben 40 bis 95 Proc. Uranoxyo'Oxydul enthalten kann: Schwefel, Selen, Phosphorsäure, Kalk, Bittererde)Alaunerde, Kieselerde, Vanad, Mangan, Arsen, Wismuth, Antimon, Zink, Zin">Blei, Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer und Silber. ]. Man löst die gepulvert**

Pechblende in erwärmter Salpetersalzsäure, [596] entfernt nach vülÜSeingetretener Einwirkung die überschüssige Säure durch Abdampf** 0behandelt den Rückstand mit wenig Salzsäure, fügt Wasser hinz*bfiltrirt vom Schwefel und der Kieselerde (so wie vom Chlorblei u**Chlorsilber, Wittstein) ab, schlägt aus dem Filtrat durch Hydrothioodas Arsen, Blei und Kupfer (so wie auch Wismuth und Zinn, Wittstelvnieder, filtrirt, kocht unter Zusatz von Salpetersäure, um das Eise* 1 'oxydul in Oxyd zu verwandeln, und übersättigt die Flüssigkeit mit vie*kohlensaurem Ammoniak, welches das Eisenoxyd, etwa vorhandenenKalk, so wie das meiste Kobalt-und Zink-Oxyd fällt, dagegen d aSUranoxyd nebst etwas Kobalt- und Zink-Oxyd löst. [Aus dem F> ltrasetzen sich oft Krystalle von kohlensaurem Kalk ab.] Man kocht das FiU*".]so lange, als kohlensaures Ammoniak entweicht, wobei die 3oxyde niederfallen, bis auf etwas, die Flüssigkeit rolhfärbendes Koba*'oxyd, wäscht den Niederschlag auf einem Filter aus, trocknet und gl** 11