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Mangan.
[649. 650J
farblose Lösung. Fromherz , Brandes. — Aus einer und derselben Lö-sung sah Wöhler rosenrothe und farblose, scharf begränzte Krystalleanschiefsen.
Frommere und Brandes leiten diese Farben verseil iedenlieit davon ab, dassim rotheu Sal/.e eine höhere Oxydationsstufe des Mangans beigemischt sei.Schlägt man rosenrothes schwefelsaures Manganoxyriul aus einer nicht zu ver-dünnten Lösung durch kohlensaures Kali nieder, löst das gewaschene kohlen-saure Mangauoxydul in Schwefelsäure, fällt es wieder durch kohlensaures Kali,löst es wieder auf, und fährt so einigemal fort, so erhält man zuletzt eine farb-lose Lösung, welche farblose Krystalle gibt. Bei jedesmaligem Auflösen in derSchwefelsäure wird [050] nämlich ein Theil der beigemischten hohem Oxyda-tionsstufe in Sauerstoffgas und Oxydul zersetzt, und verschwindet so endlich.Fkomherz. [Im Gegentheil oxydirt sich das kohlensaure Mauganoxydul einwenig beim Auswaschen an der Luft; wäre die Erkläruug richtig, so müsstedas rothe Salz sich beim Kochen mit Schwefelsäure entfärben; auch müsste esdurch Hydrotliion oder schwellige Säure entfärbt werden, was nicht der Fallist.] — Nach Brandes lässt sich das rothe Salz in das farblose verwandeln,wenn man es glüht, dann in Wasser löst, oder wenn man sein Pulver mit Wein-geist oder Aetlier kocht, dann in Wasser löst, oder wenn man seine Lösung mitwenig Zucker kocht; die auf eine dieser Weisen erhaltene farblose Lösung lie-fert farblose Krystalle. [Das durch Glühen von Braunsteiu mit rauchendem oderenglischem Vitriolöl erhaltene Salz lieferte mir nach der Reinigung immer rotheKrystalle. Dieselben geglüht und wieder gelöst, gaben wieder eine rothe Lö-sung. Dieselbe vermochte ich durch schweflige Säure oder durch zweistündigesKochen mit Zucker nicht zu entfärben, auch nicht bei Zusatz von etwas Schwe-felsäure.] — Brandes erhielt vorzüglich dann rothe Krystalle, wenn er den mitKohle uud Uel geglühten Braunstein in Schwefelsäure löste; und farblose beimGlühen des Braunsteins mit Vitriolöl. — Nach Brandenburg (Sc/iw. 14, 336)erhält man beim Glühen von Braunsteiu mit rauchendem Vitriolöl das rothe, mitenglischem das weifse Salz. — vgl. S. 619 Anm. — Bkrzelius ( Jaltresber. 11t186) sucht den Grund der Farbenverschiedenheit in einer Isomerie.
MbO
SO 3
4H0
36
40
36
32,14 \35,72 ]32,24
Mitscher-
lich.
68
32
Brandes.
Roth. Farblos.
) 31,61 31,14
134,61 34,14
33,78 32,53
John.
31,00
33,66
35,34
Mn0,S0 3 -f 4Aq
112
100,00
100
100,00
97,81
100,00
Verliert im Vacuum über Vitriolöl 1 At. Wasser. Zerfällt beimErhitzen unter einigem Knistern, ohne Schmelzung, zu einem weifsenPulver. Tritt, gepulvert, an kochenden absoluten Weingeist 1 At-Wasser ab, au kalten Weingeist oder kochenden Aether nichts. Brandes(Pogg. 20, 556).
s. Fünffach-gewässert. — 1. Krystallisirt beim Verdunsten derLösung an der Luft zwischen 7 und 20°. Regnallt (Ann. chim. Phys. 76,200). — 2. Entsteht beim Zusaminenstellen des Tfach- gewässertenSalzes mit kaltem absoluten Weingeist. Brandes. — Die Krystalle habendie Form des Kupfervitriols. Mitscherlich , Regnault.
Mitscherlich. Brandes. Graham.
Mn0,S0 3 76 62,8 61,54 62 62,48
5 HO 45 37,2 38,46 38 37,52 _
MnO,S0 3 + 5A<| _ 121 100,0 10'Ö,Ö0' 100 100,00
£. Siebenfach-gewässert. — Schiefst aus der in der Kälte gesät-tigten Lösung an der Luft zwischen —4° und -f 6° an. Brandes, Re g 'nault. Durchsichtige, sehr blassrothe Krystalle, Brandes, von der Formdes Eisenvitriols, Regnault. Feucht anzufühlen und zwischen den Fin-