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Mangan.
•[654. 655]
Krystallisirt. Rammei,seebg.
MnO 36 17,82 17,626
JO» 166 82,18 _
MnO,JO 5 202 100,00
Mangan und Brom.
A. Brom-Mangan. — 1. Erhitztes Manganpulver absorbirt denBromdampf, eine geschmolzene blass rosenrothe Masse bildend. —2. Die Lösung des kohlensauren Manganoxyduls in wässrigem Hydro-brom, abgedampft und in einer Glasröhre mit ausgezogener Spitze ge-glüht, lässt dieselbe blass rosenrothe Masse. Löwig. — Das Bromman-gan zerfällt an der Luft geglüht, völlig in Bromdampf und Manganoxyd-oxydul; es entwickelt mit Schwefelsäure Hydrobromgas lind Brom-dampf. Löwig.
Gewässertes Brommangan oder Hydrobrom-Manganoxydul•— Das Brommangan ist sehr zerdiefslich. Berthehot. Man löst koh-lensaures Manganoxydul in wässrigem Iiydrobrom, Löwig, oder digerirtMangan mit Brom und Wasser, Bekthemot. Die Lösung lässt beim Ab-dampfen in gelinder Wärme ein hellrothes Pulver, Löwig; sie liefertkleine Nadeln von stechendem Geschmacke, beim Erhitzen erst imKrystallwasser schmelzend, danii zu Brommangan austrocknend. Ber-
TIIEMOT (Ann. Chim. Pltt/s. 44, 392). — Bromwasser verwandelt das Mangan-oxydul in schwarzes Hydrat und iu sich lösendes Brommangan. Balard (J. pr<Chem. 4, 178).
B. ßromsanres Manganoxydul. — Die Auflösung des kohlen-sauren Manganoxyduls in wässriger Bromsäure zersetzt sich wenigeAugenblicke nach ihrer Bildung unter Freiwerden von Brom und Fäl-lung sämmtlichen Mangans in Gestalt von Mangauhyperoxydhydrat-Rammelsberg ( Pogg. 55, 66).
Mangan und Chlor.
A. Einfach-Chlormangan. — 1. Mangan entzündet sich im Chlor-gas und verbrennt zu Chlormangan. H. Davy. — [655 1 2. Man dampftdas salzsaure Manganoxydul ab, und erhitzt den trocknen Rückstand,Proust (a. Gehl. 3, 429); um die Luft dabei abzuhalten, in einer zuge-schmolzenen Glasröhre, deren Spitze fein ausgezogen wird, J. DaW(Schw. 10, 329); oder iu einem Strom von salzsaurem Gas, Turner. —-3. Man leitet über kohlensaures Manganoxydul zuerst bei gewöhn-licher Temperatur, daun in schwacher Glühhitze salzsaures Gas-
ÄRFVEDSON. — Auch wenn mau Chlorgas durch eiu stark glühendes Gemeng evon Manganoxydul und Kohle leitet, bilden sich Nadeln von Einfach-Chlorinan-gan, die der Kohle beigeinengt bleiben. II. Rose {Pogg. 27, 574).
Rosenrotll, ÄRFVEDSON (Schw. 42, 213). Wenn durch Luftzutritt MaO'ganoxyd entstand, schmutzigroth oder braun. Von krystalliscll blättrige 10
Gefüge; schmilzt in der Rolhglühhitze zu einem Oel, welches beim Er-kalten wieder krystalliscll erstarrt; verflüchtigt sich nicht unter demSchmelzpuncte des Glases. Schmeckt nicht unangenehm salzig. Proust,H. Davy, Turner.