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Fünffach-Schwefelantimonkalium.
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wird, und der damit verbunden gewesene Schwefel an das Dreifach-Scliwefel-antimon tritt.] Die sehr blassgelbe Lösung der Spiefsglanzleber a in Wasser,oder des Kermes in wässrigem Schwefelkaliuni, bis zum Syrup abgedampft, lie-fert wasserhelle, sternförmig vereinigte rhombische Blättchen und platte Nadeln,die sich durch gelindes Erwärmen in einer Chlorcalciunvhaltenden Glocke trock-nen lassen, von ekelhaft bitterlichem, alkalischen und hepatischem Geschmacke.Sie werden hei starkem Erhitzen unter Verlust von Wasser undurchsichtig, undverwandeln sich in braune Spiefsglanzleber, welche sich, bis auf eine geringeTrübung, wieder in Wasser löst. — Die Krystalle lösen sich in Salzsäure fastohne alles Opalisiren. Sie gehen mit Wasser eine farblose Lösung. Aus dieserfällen Säureu, auch Kohlensäure und zweifach-kohlensaures Ammoniak, Kalioder Natron, unter Freiwerden von Hydrothiou, gelbrothes Schwefelantimon;einfacli-kolilensaures Kali oder Natron dagegen gibt einen kermesfarbigen Nie-derschlag. Auch an der Luft setzt die Lösung amorphes Schwefelantimon ah.Kocht man sie mit mehr Kermes, so nimmt sie so viel davon auf, dass sie beimErkalten zu einem braunen Magma erstarrt. Absoluter Weingeist löst die Kry-stalle nicht, und fällt aus ihrer wässrigen Lösung einen Theil des Salzes in ölar-tigen Tropfen; wasserhaltiger Weingeist löst um so mehr, je mehr Wasser erenthält. Korn. (V. Br. Arch. 17, 259). — Es bleibt auszumittelu, ob diese Kry-stalle nicht gewässertes Fünffach-Schwefelantimonkalium sind.
F. Fünffach-Schwefelantimonkalium. — Ebenfalls eine Art vonSpiefsglanzleber. — 1. Man verfährt, wie bei der Bereitung des Dreifach-Schwefeiantimonkaliums, setzt jedoch zu [798] dem Gemenge vor demSchmelzen eine hinreichende Menge von Schwefel. — 2. Man schmelztDreifach - Schwefelantimon mit Kohle und zweifach-schwefelsauremKali. — 3. Man schmelzt es mit Dreifach- bis FünlFach-Schwefelkalium.— 4. Man setzt das Dreifach-Schwefelantimonkalium einer heftigemGlühhitze aus, wobei sich Antimon abscheidet. — Die Eigenschaftenund chemischen Verhältnisse dieser Verbindung sind denen der vorigenähnlich; doch scheidet sich bei ihrer Lösung in Wasser kein Fünffach-Schwefelantimon ah, sondern nur das etwa noch beigemengte Dreifach-Schwefelantimon.
Gewässertes Fünffach - Schwefelantimonkalium oder Hydro-Giion-Antimonsäurekali. — 1. Man kocht 11 Th. geschlämmtes grauesSchwefelantimon mit 6 kohlensaurem Kali, 1 Schwefelblumen, 3 ge-branntem, vorher gelöschten Kalk und 20 Th. Wasser 2 Stunden lang,oder stellt das Gemenge 24 Stunden lang bei gewöhnlicher Temperaturin einer verschlossenen Flasche unter öfterm Schütteln zusammen,fillrirt, wäscht aus, dampft das Filtrat ab und erkältet. Liebig{ifandwörterb. l 434). — 2. Man schmelzt, wie bei der Bereitung desSpiefsglanzsehwefels pi, 760, ß}, zweifach-schwefelsaures Kali mitgrauem Schwefelantimon und Kohle, kocht die gepulverte Masse mit, Wasser und Schwefel und dampft das Filtrat bis zu dünner Syrupdickeüb. Geigek (Mag pharm. 29, 236). — 3. Man schmelzt einfach-schwefel-saures Kali mit grauem Schwefelantimon, Kohle und Schwefel, löst inWasser und filtrirt. Die Ausbeute ist liier geringer, als nack Weise (1).
Mamuelsberg. — 4. Mau kocht Dreifach-Schwefelantimonkalium mitWasser und Schwefel. — Die hinreichend abgedampfte Lösung liefert111 der Ruhe farblose, körnige, zerfliefsliche Krystalle, oder gestehtü?ch zu starkem Abdampfen zu einer straliligen Masse. Geiger. DieKrystalle sind gelblich; sie schmelzen beim Erhitzen und lassen unterWasserverlust eine braune Masse. Sie zerfliefsen schnell an der Luftüüu bedecken sich mit Kermes. Rammelsberg.