810
Tellur.
[ 827 . 828 ]
ein violetter Dampf über, welcher sich zu feinen schwarzen Krystall-nadeln verdichtet, leicht schmelzbar, nach dem Erstarren ohne beson-dern Glanz und von nicht lcrystallischem Bruche; durch Wasser zer-setzbar. Berzeuus.
C. Zweifach - Bromtellur. — Tellurbromid. — Man bringt in einemit Eis abgekühlte, unten zugeschmolzene Glasröhre Brom und dazu,unter öfterem Umrühren, nicht überschüssiges, gepulvertes Tellur, unuverdunstet das überschüssige Brom im Wasserbade. — Rothgelbe Masse,bei schwacher Wärme zu einer duukelrothen, durchsichtigen Flüssigkeischmelzend, welche beim Erkalten krystallisch gesteht; verwandelt sicubei stärkerem Erhitzen in einen gelben Dampf, welcher sich theils alsgelbes Mehl, theils in blassgelben Krystallnadeln sublimirt.
Te 64 28,99
_ 2 Br 156,8 71,01 _
TeBr 2 220,8 100,00
Gewässertes Zweifach-Bromtellur oder Zweifach-HydrobroW'Telluroxyd. — Das Zweifach-Bromtellur zieht an der Luftsehr Iangsa^Feuchtigkeit an, und löst sich in sehr wenig Wasser ohne Zersetzu®»’Die gelbe Lösung, über Vitriolöl bis zur Syrupdicke abgedampft, > aSdunkelrubinrothe rhombische Tafeln, welche bei weiterem Eintrockneunter Verlust ihres Wassers gelb und erdartig werden, und welche ader Luft äufserst schnell zerfliefsen. — Durch eine gröfsere Menge voWasser zerfällt die gelbe Lösung in uiederfallendes tellurigsaures Zw®fach-Bromtellur und ‘in farbloses verdünntes Hydrobrom, welches ewenig Zweifach-Bromtellur gelöst behält.
Das Zweifach-Bromtellur bildet mit Bromalkalimetallen zinnoberothe Zweifach-Broinlellurme lalle. _
[828] D. Tellurigsaures Zweifach-Bromtellur. — Zersetzt®Zweifach-Bromtellur durch kochendes Wasser und läs.st erkalten,®krystallisirt eine gelbliche körnige Verbindung, welche beim Erhitz ’ohne aufzuschwellen, das meiste Zweifach-Bromtellur entwickelt,nach dem Erkalten eine gelbe Krystallmasse lässt. Diese verwansich nur bei sehr langem Glühen in reine teilurige Säure. — D’®Wasser bis zur Entfärbung erhitzte wässrige Lösung von Zwe» 8Bromtellur, auf dem Wasserbade verdunstet, lässt mit den l et? ; . jMengen des Wassers Hydrobrom entweichen, und liefert einen ®zerfliefslichen rothgelben Firniss, der durch die kleinste Menge w®L,,milchweifs wird. Mehr Wasser entzieht der Verbindung das ‘> rBebzelius.
Tellur und Chlor.
A. Chlortellur mit überschüssigem Tellur. — Einfach-Cbl®tellur lässt sich mit Tellur nach jedem Verhältnisse zusammenschmetEin solches Gemisch, in einer Retorte geglüht, lässt zuerst Em*aChlortellur übergehen, dann metallische Tropfen einer tellurreicneVerbindung, und lässt einen dem Tellur ähnlichen Rückstand, a .leichter zu pulvern, und feuchtes Lackmuspapier röthend,anhängenden Chlor durch Schmelzen in Wasserstoffgas oder o