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2 (1853) Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / von Leopold Gmelin
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Tellur.

[ 827 . 828 ]

ein violetter Dampf über, welcher sich zu feinen schwarzen Krystall-nadeln verdichtet, leicht schmelzbar, nach dem Erstarren ohne beson-dern Glanz und von nicht lcrystallischem Bruche; durch Wasser zer-setzbar. Berzeuus.

C. Zweifach - Bromtellur. Tellurbromid. Man bringt in einemit Eis abgekühlte, unten zugeschmolzene Glasröhre Brom und dazu,unter öfterem Umrühren, nicht überschüssiges, gepulvertes Tellur, unuverdunstet das überschüssige Brom im Wasserbade. Rothgelbe Masse,bei schwacher Wärme zu einer duukelrothen, durchsichtigen Flüssigkeischmelzend, welche beim Erkalten krystallisch gesteht; verwandelt sicubei stärkerem Erhitzen in einen gelben Dampf, welcher sich theils alsgelbes Mehl, theils in blassgelben Krystallnadeln sublimirt.

Te 64 28,99

_ 2 Br 156,8 71,01 _

TeBr 2 220,8 100,00

Gewässertes Zweifach-Bromtellur oder Zweifach-HydrobroW'Telluroxyd. Das Zweifach-Bromtellur zieht an der Luftsehr Iangsa^Feuchtigkeit an, und löst sich in sehr wenig Wasser ohne Zersetzu®»Die gelbe Lösung, über Vitriolöl bis zur Syrupdicke abgedampft, > aSdunkelrubinrothe rhombische Tafeln, welche bei weiterem Eintrockneunter Verlust ihres Wassers gelb und erdartig werden, und welche ader Luft äufserst schnell zerfliefsen. Durch eine gröfsere Menge voWasser zerfällt die gelbe Lösung in uiederfallendes tellurigsaures Zw®fach-Bromtellur undin farbloses verdünntes Hydrobrom, welches ewenig Zweifach-Bromtellur gelöst behält.

Das Zweifach-Bromtellur bildet mit Bromalkalimetallen zinnoberothe Zweifach-Broinlellurme lalle. _

[828] D. Tellurigsaures Zweifach-Bromtellur. Zersetzt®Zweifach-Bromtellur durch kochendes Wasser und läs.st erkalten,®krystallisirt eine gelbliche körnige Verbindung, welche beim Erhitzohne aufzuschwellen, das meiste Zweifach-Bromtellur entwickelt,nach dem Erkalten eine gelbe Krystallmasse lässt. Diese verwansich nur bei sehr langem Glühen in reine teilurige Säure. D®Wasser bis zur Entfärbung erhitzte wässrige Lösung von Zwe» 8Bromtellur, auf dem Wasserbade verdunstet, lässt mit den l et? ; . jMengen des Wassers Hydrobrom entweichen, und liefert einen ®zerfliefslichen rothgelben Firniss, der durch die kleinste Menge w®L,,milchweifs wird. Mehr Wasser entzieht der Verbindung das> rBebzelius.

Tellur und Chlor.

A. Chlortellur mit überschüssigem Tellur. Einfach-Cbl®tellur lässt sich mit Tellur nach jedem Verhältnisse zusammenschmetEin solches Gemisch, in einer Retorte geglüht, lässt zuerst Em*aChlortellur übergehen, dann metallische Tropfen einer tellurreicneVerbindung, und lässt einen dem Tellur ähnlichen Rückstand, a .leichter zu pulvern, und feuchtes Lackmuspapier röthend,anhängenden Chlor durch Schmelzen in Wasserstoffgas oder o