[856.8571
Fluor-Wismuth.
837
Gewässertes Chlorwismuth oder dreifach-salzsaures Wismuth-oxyd. — Schiefst beim Abdampfen des sauren salzsauren Wismuth-oxyds in Säulen an, durch Erhitzen in Wasser und Chlorwismuth, durchWasser in Wismuthoxyd-Chlorwismuth und in Wismuthoxyd-haltendeverdünnte Salzsäure zerfallend.
B. Wismuthoxyd-Chlorwismulh. — Wismuthoxydchloriir, basischsalzsaures Wismuthoxyd. — 1. Man leitet über schmelzendes Chlorwis-muth Wasserdampf, und entfernt dann durch stärkeres Erhitzen dasnoch beigemengte Chlorwismuth. — 2. Man destillirt Chlorwismuth inlufthaltenden Gefäfsen. Jacquelain. — 3. Man zersetzt Chlorwismuthmit Wasser, und wäscht aus. — 4. Man fällt salpetersaure Wismuth-lösung durch Kochsalz, Chlorkalium oder nicht zu viel verdünnte Salz-saure. Eia Ueberschuss des wässrigen Chlorkaliunis löst den Niederschlag wie-der auf; nach dem Auswaschen und Trocknen desselben wirkt es nicht mehrlösend. Buchol,z.
Weifs, krystallisch, wird bei jedesmaligem Glühen gelb, Jacquelain,schmilzt in der Glühhitze ohne Zersetzung, Grouvelle, Jacquelain. —Wird durch erhitztes Vitriolöl in schwefelsaures Wismuthoxyd verwan-delt. Wird durch Chlorgas in dunkler Rothglühhitze in Sauerstoffgasund Chlorwismuth zersetzt, welches sich ohne Rückstand verflüchtigt.Wird nur durch heifses concentrirtes Kali in Wismuthoxyd und Chlor-kalium zersetzt. JACQUELAIN. Das abgeschiedene Oxyd, obgleich frei vonChlor, ist nicht gelb, sondern grauschwarz, und bleibt es bei schwachem Glü-hen , wird aber beim Schmelzen gelb. Pmi.urs (Phil. May. Ann. 8, 450; auchBr. Arch. 39, 41). Verdünntes Kali, selbst beim Kochen, entzieht keinChlor, A. Stromeyer, Jacquelain, oder nur einen Theil, WaringtonC Phil. May. Ann. 9, 30). — Löst sich in heifser Salpetersäure und bleibtbeim Abdampfen unverändert zurück. Jacquelain. Löst sich in Salzsäurezu C. Löst sich durchaus nicht in Wasser. H. Rose.
[857]
Jacque-
lain.
Phil-lips. .
Oder:
3Bi
3C1
60
639
106,2
48
80,56
13,39
6,05
79,95
13,45
6,60
78,19
13,32
BiClä
2B103
319,2
474
40,24
59,76
BiC13,2Bi03
793,2
100,00
100,00
793,2
100,00
fZersetzt sich durch starkes Erhitzen in sich verflüchtigendesChlorwismuth und ein Salz mit noch gröfserem Oxydgehalt, welchesBiCl 3 -f- 6Bi0 3 zu sein scheint. Arppe.
Nach Hkintz enthält das durch Vermischen der salzsauren Lösung mitWasser erhaltene Salz 1 At. Wasser: BiC13,2Bi03 -f HO. W"1
C. Wässriges salzsaures Chlorwismuth oder saures salzsau-res Wismuthoxyd. — Durch Auflösen des Metalls in Salpetersalz-säure, oder des Chlorwismuths oder Wismuthoxyds in Salzsäure. Diefarblose Lösung lässt, wenn sie keinen zu grofsen Ueberschuss anSäure hält, bei Wasserzusatz die Verbindung B fallen. Mit salzsauremZinnoxydul gibt sie nach A. Vogel einen zeisiggrünen Niederschlag.
Wismut h und Fluor.
Fluor- Wismuth. — Fällt beim Abdampfen der wässrigen Lösungals ein weifses Pulver nieder. Berzelius.