846
Wismuth.
[863.864]
geglüht, nach Berzeliüs in sublimirtes Arsen und in arsenhaltendesWismuth zerfällt, und welches nach Thenard nicht in Wasser und Sal'petersäure, aber in Salzsäure löslich ist.
C. Dreifach-Schwefelarsenwismuth. — 2BiS 3 ,3AsS 3 . — Roth-brauner, nach dem Trocknen schwarzer Niederschlag, von schwarz-braunem Pulver. Schmilzt leicht, entwickelt beim stärkeren ErhitzenOperment und lässt eine geschmolzene, nicht weiter zu zersetzende,basische Verbindung. Diese erscheint nach dem Erstarren grau, metall-glänzend , von krystallischem Bruche, und grauem Pulver. Berzelics-
D. Fünffacli-Schwefelarsenwismuth. — 2BiS 3 ,3AsS 3 . — Dunkel-brauner Niederschlag, im Ueberschusse des Fünffach - Schwefelarsen-natriums löslich. Berzeliüs.
Wismuth und Antimon.
A. Antimon- Wismuth. — Beide Metalle verbinden sich nach jedemVerhältnisse zu einem spröden Gemisch. Die [864] Legirung von glei-chen Theilen dehnt sich beim Erstarren stark aus, die von 1 Th. Wis-muth auf 2 oder 4 Antimon weniger. Marx ( schw. 58, 464).
B. Fünffach-Schwefelaniimonwismuth. — Dunkelbrauner Nieder-schlag. Lässt sich wegen der freien Säure im Wismuthsalze nicht frei von un-verbundenem Dreifach-Schwefelwismuth und Fünffach-Schwefelantimon erhalten.Rammelsberg.
Wismuth und Tellur.
A. Tellur- Wismuth. — Beide Metalle lassen sich nach jedem Ver-hältnisse zusammenschmelzen. Berzeliüs.
B. Schwefelwisrnuth-Tellurwismuth. — 2BiTe 3 ,BiS 3 . — Wismuthtellur;Spiefsglanzsilber von Werner ; Molybdänsilber von Mohs; prismatoidischefWismut hg lan% von Wehrle; rhomboedrischer Wismuthglanz oder Tetradymitvon Haidinger. — Grundform spitzes Rhomboeder, Fig. 151; aufserdem ent-scheiteltes stumpfes Rhomboeder, Fig. 142. Breithaupt ( Schw. 52, 170). DieKrystalle entstehen aus der Combination der Flächen von 2 noch spitzeren Rhom-boedern, als dem spitzen primitiven, durch p abgestumpft. Haidingkb (Zeitsch.Phys. Math. 9, 130). Spec. Gew. 7,807 bis 8,44 Wehrlb, 7,514 Baumgartner.Licht bleigrau, ins Zinnweifse; stark glänzend. Wehrle.
Berzeliüs. Wehrle.Schoubkan.
3 Bi
639
59,66
58,30
60,0
6Te
384
35,86
36,05
34,6
3S
48
4,48
4,32
4,8
Se
Spur
Bergart
.
0,75
2BiTe 3 ,BiS 3
1071
100,00
99,42
99,4
Gibt, in einer Glasröhre erhitzt, in Tropfen sublimirtes metallisches Tellur;schmilzt vor dem Lötbrohre leicht mit dem Geruch nach Schwefel und Selen, ver-brennt mit bläulicher Flamme, beschlägt die Kohle gelb, mit weifser Einfassung,und lässt ein glänzendes, silberweifses Metallkorn, welches sich beim Erkaltenmit einer röthlichen Haut überzieht, und Sprödigkeit nebst körnigem Bruch zeigt.— Löst sich leicht in Salpetersäure unter Abscheidung von Schwefelflocken.Wehrle {Schw. 59 , 482; Zeitschr. Phys. Math. 9, 133 u. 144; Ausz. {Pogg. 21,595 u. 599). Entsprechend verhält sich das Erz von St. Joze in Brasilien, v. KobelL(/. pr. Chem. 8, 341).