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sein sollte, bevor er in irgend einem bestimmten Fall zu Hän-den des Publicums, das mit diesem Vorbehalt von Schwie-rigkeiten nicht vertraut ist, ein Urtheil fällt. Bilden siedoch gleichzeitig, so wenig auch vielleicht manche Arbeiterauf solchem Gebiet dessen bewusst sind, das Fundament,auf welchem die Paläontologie ihre Bauten aufführt, undmit welchem diese stehen und fallen.
Eine erste Aufgabe ist die Kritik der Glaubwürdigkeitdes Materials. Ein Stück des Schädels, eine Zahnreihe,w’enn wir uns auch hier nur an Säugethiere halten, liefertin der Regel viel reichere oder mindestens leichter ver-ständliche Aussagen als ein Stück des Brustkastens oderdes Beckens. Mit der anatomischen Bestimmung muss alsoauch die Abschätzung des Werthes des zufällig vorhande-nen Skelettheils einhergehen. Sie wird erschwert durchdie jedem Paläontologen geläufige Erfahrung, dass gleich-artigen Organen in verschiedenen Thiergruppen nicht etwaein gleicher Werth für Beurtheilung des ganzen Thiereszukommt. Niemand wird die typischen Merkmale von Wal-thieren in den Zähnen, Niemand diejenigen von Antilopenin den Fussknochen suchen, weil dies erfahrungsgemässTheile sind, die in jeder der genannten Familien überauseinförmig angelegt sind. Auch zugegeben, dass Uebungdie Unterscheidungskraft für Gegenstände, die auf denersten Blick sehr gleichartig erscheinen, in einem Grad zusteigern vermag, wovon der Ungeübte keine Vorstellunghat, bedarf es also schon vieler Erfahrung, um abzuschätzen,auf was für Punkte hier, auf welche dort Gewicht zu legensei. Selbst die wichtige Frage, ob Merkmalen, die wenigSchwankungen zeigen, oder solchen, die leicht abändern,mehr Gewicht zukomme, ist unter diesen Gesichtspunkt zustellen. Beide ruhen auf der gemeinsamen Unterlage, dass