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Die Veränderungen der Thierwelt in der Schweiz seit Anwesenheit des Menschen / L. Rütimeyer
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Den dazu nöthigen Horizont kann aber weder die Zoo-logie für sich, noch die Paläontologie, sondern lediglich dieVerbindung beider bieten. Um an der Physiognomie sol-cher Fremdlinge deren Nationalität zu erkennen, ist esnöthig, ihre jeweilige Erscheinung im vollen Zusammenhangmit ihrer ganzen Geschichte zu beurtheilen.

Man darf dabei nicht übersehen, dass sogar ohne alleBücksicht auf etwaige Hebungen und Senkungen an denBerührungslinien des immerhin nur kleinen Gesammteuropamit den mächtigen Hinterländern,- die ihm, sei es vonNord, sei es von Osten her Thiere lieferten, die Strassenfür solche Völkerschaaren noch jetzt ziemlich deutlich vor-gezeichnet sind. Weniger nach Nord, wo jetzt zwar einseichtes Meer die Vorrathskammern zudeckt., welche einstden gewaltigen Betrag von circumpolaren Geschöpfenlieferte.

Um so deutlicher scheint die Pforte zu sein, welchezwischen Ural und Kaukasus geradenwegs in das Quell-gebiet der spätem specifisch asiatischen Invasion hinein-führt. Belegt man das ganze Gebiet von Asien undEuropa , das den Abdruck einstiger Eisbedeckung noch ansich trägt, in Gedanken mit dem alten Eismantel, soscheinen die Strassen, die für Thierverbreitung nach Westenoffen blieben, noch jetzt vor das Auge zu treten. Schonfrüher wurde bemerkt, dass der hauptsächliche Tummelplatzder Thierwelt von Thayngen allem Anschein nach in denNiederungen von Belgien, bis Südfrankreich und hinübernach England zu suchen ist. Der Nordrand der Schweiz wird also nur das den Alpen, diesem mitteleuropäischenQuellgebiet von Eisströmen, angenäherte Ufer des von Ostund Nord her angelangten Thierstromes andeuten. Die sostark ausgeprägte alpine Färbung der Thierwelt in den