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12 (1860) Franz Baader's Erläuterungen zu sämmtlichen Schriften Louis Claude de Saint-Martin's / herausgegeben von Friedrich von Osten-Sacken
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keinen Gewinn, sondern häufen nur ihre eigenen Unthaten unddie grausamen Völkerunterjochungen, wovon wir so viele abscheu-liche Beweise vor Augen haben, sind vielleicht denen, die dabeidas Opfer geworden sind, weniger nachtheilig gewesen, als denen,welche sie betrieben haben. Man kann darauf den Spruch an-wenden: Keiner thut Recht und jedem geschieht doch Recht.

Der Verfasser wendet sich nun zur Betrachtung des bürger-lichen Rechtes und findet in der Zulassung der Präscription undder Ehescheidung aus anderen Gründen als dem des EhebruchesMängel, welche erkennbar machen, dass der Mensch nicht mehrjenem Princip gemäss in der bürgerlichen Gesellschaft geleitetwird, welches die Association leiten sollte, und er erkennt hierdie Hand des gesunkenen Menschen anstatt jener höheren Hand,die alles an ihrer Stelle thun sollte.

Der Verfasser wirft hier einen Blick auf den Fall des Menschenzurück, den er einen Ehebruch nennt als ein Vergehen des erstenMenschen, welches er beging, ehe noch ein Weib war. Erfolgt hier der Lehre des Martinez Pasqualis, nach welcher dasirdische Weib die Frucht der Untreue Adams gegen die Idee alsseine göttliche Gehilfin war. Nur in Folge des Missbrauchs seinergeistigen Zeugungskraft erhielt Adam die äussere Gehilfin. Lhommea perdu le droit de se produire glorieusement en faisant unusage faux de ses privilèges de sa production spirituelle.Indem der secundäre Ehebruch den primitiven wiederholt, ist erdie Quelle unsäglicher Uebel für das Menschengeschlecht. Es istdem Verfasser nicht zweifelhaft, dass das Entstandensein aller derbastartartigen Völkerschaften, aller der Nationen, deren Art sowiderwärtig gebaut ist, so wie aller der menströsen und übelgefärbten Generationen, womit die Erde befleckt ist, verschiedenenoriginellen Ehebrüchen, also einem Missbrauche der Zeugungskraftzuzuschreiben ist, wie schon die Siindfluth nach dem Verfassereinem verbrecherischen Missbrauche der physischen Zeugungskraftbeizumessen ist. Die viehischen Lebensweisen und Gewohnheitentiefgesunkener und verwilderter Menschenstämme gelten ihm mitGrund für Folgen der Ausschweifungen ihrer Vorfahren. Vielleichtkann man auf diese rohen Völker die tröstende Erfahrung an-