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aber nicht einen Augenblick die Gegenwart des guten Princips,dessen wesentliches Attribut die Gerechtigkeit ist, aushalten und dieBestrafung derselben ist so schnell als unumgänglich. Strafe aber istEntfernung und Entfernung Strafe, doch auch wieder Gnade, wenndie Entfernung eine Verringerung der peinigenden Nähe ist (wiein der Zeit). Der Mensch in seinem Ursprung erfuhr dieseWahrheit physisch und ward mit diesem Rechte zu strafen an-gethan. Gerade darin bestund seine Aehnlichkeit mit seinemPrincip und darum war seine Gerechtigkeit pünktlich und sicher.Als er aber von diesem herrlichen Stande abwich, verlor erseine Autorität und behielt weder das Recht noch die Kraft, dieUngerechtigkeiten zu hemmen. Es wurde also nöthig, dass eineandere Ursache es für ihn thue, da die Rechte der Gerechtigkeitunwiderruflich sind. Diese andere Ursache kann keine anderesein, als diejenige, welche auf Befehl des ersten Princips dieStelle des Menschen eingenommen hat, der Ausgang aus derHöhe (Lucas I, 78.), dieselbe Ursache, durch welche vor demMenschen das Universum aus der Zerrüttung durch Lucifer her-gestellt ward. Da aber die Ursache über den sinnlichen Dingenist und die Bestrafungen des Menschen in Gesellschaft sinnlichsein müssen, so muss sie nothwendig sinnliche Mittel auwenden,ihre Entscheidungen zu offenbaren und die Ausführung ihrerUrtheile zu bewerkstelligen. Zu dieser Verrichtung nun gebrauchtsie die Stimme des Menschen, wenn er sich dessen würdiggemacht hat. Sie bevollmächtigt ihn, seines Gleichen die Ge-rechtigkeit zu verkündigen und ihre Beobachtung in Gang zusetzen. Der Mensch ist also nicht Inhaber und Eigenthümerdes Rechts zu strafen, sondern nur Organ des strafenden Princips.Was mir aber Organ ( in mir d. i. in meiner Macht) ist, das ist mirKraft, dem ich Organ bin, dem bin ich Kraft. Ohne den Beitrittdes Organs als Agens ist die fucultas blosses Vermögen. DerRichter, welcher es erlangte, in Wahrheit das Organ jener Ursachezu sein, würde ein sicheres Licht finden, den Unschuldigen vondem Schuldigen unfehlbar zu unterscheiden. Das Gesagte klingtfremd und ist doch schon in der gemeinen Observanz im Criminal-w r esen abgebildet und angedeutet. Denn wird nicht der Richter