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jedes organischen Gebildes ein wahrer status violentissimus ge-nannt werden mag.
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„Hier wäre der Ort einiges Licht über das erste Verbrechendes Menschen zu verbreiten. Wir müssen bei dieser Gelegenheitanmerken, dass der Mensch nur Reue, aber keine Gewissensbissemit auf die Welt bringt; der grösste Theil der Menschen kenntsogar diese Reue nicht einmal, weil man nur über diejenigenUebel Schmerz empfindet, die man kennt, weil man die erstenUebel nur mit vieler Mühe erkennen und fühlen kann und dergrösste Theil der Menschen sich gar keine Mühe geben will.Diess macht die Wahrheit dieses Verbrechens in ihren Angen soungewiss, während seine Wirkungen so offenbar sind.“
Der Unterschied, den Saint-Martin macht zwischen Reue(Leidsein) und Gewissensbissen, rechtfertiget sich aus der Er-wägung, dass der einzelne Mensch als Adamssohn in ihm nichtactiv sündigte. — Das bemerkte Gefühl des Urübels macht alleanderen erträglich. —■ Es ist eine gemeine Erfahrung unter denMenschenkindern, dass ihnen Trauern besser sei, als Lachen. Denndurch Trauern wird des Menschen Herz gebessert. Woher dieses,und woher befindet sich unser Herz dann eben am frischestenund zu allem Guten aufgelegt, wenn es jene Regrets tief fühlt ?Weisen Christi Beispiel und seine Heilslehren nicht ganz undvöllig dahin? Jedem Menschenkinde ist Arbeit auferlegt nachseinem Maasse, aber das Herz kann nicht daran bleiben; dastrachtet immer zurück nach Eden und dürstet und sehnt sichdahin. — Der Psyche ward ein Schleier vor die Augen ge-bunden und sie ausgeleitet zum Blindekuhspiel. Was wäre auchunser bittersüsses Leben unter dem Monde hienieden anders undmehr als so ein Blindekuhspiel? ein ewiges Suchen und Nie-finden — des Verlorenen? —■ Sonst wird man sich aber auchnicht wundern, wenn man sieht, dass dem grossen Haufen Kinderund Narren, der diese Regret’ s nie gefühlt und als solche aner-kannt — Wahrheiten der Art immer verschlossen und also Aerger-niss und Thorheit bleiben. Was sollen wir ihnen sagen? Nichts