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P. 148. Z. 10 —16. Das irdische Leben des Menschenwird hier als eine Art Embryonalleben im Verhältnisse zum ewigenals dem Leben nach dem Tode, welcher zugleich Geburtsact fürjenes Leben ist, vorgestellt. Die Analogie ist sinnvoll ausgeführtund der Unterschied, welchen die Freiheit des Willens herbei-führt, bestimmt hervorgehoben.
P. 149. Z. 23—29 ff. Saint-Martin bezweifelt bekanntlichnicht die Präexistenz der menschlichen Seele. Zum Nachdenkendarüber mögen hier seine Hauptsätze vorgelegt werden: „Wiekönnten wir uns dessen erinnern, was unserer Geburt hieniedenvoranging? Ist nicht der Leib Grab, Schranke und Verfinsterungdes Geistes?.... Mein irdisches Leben sei immerhin das Grabmeines Geistes, nie werde ich doch zweifeln, dass ich war, eheich diesen Schauplatz der Sühne betrat. Erinnere ich mich dennderZeit, die ich im Mutterleibe zubrachte? derZeit in der Wiegeund an der Brust bis auf den Augenblick, wo die ersten Ge-dankenblicke in mir anbrachen? Diese Zeiten sind für mich alswären sie nie gewesen. Bin ich aber darum weniger gewiss, dassich in all jenen für meine Erinnerung verlorenen Augenblickendoch war? Meine Unwissenheit also beweist nichts gegen dieZeit vor meinem irdischen Leben, und immer werde ich micherinnern, dass das Leibliche soviel Macht über den Geist hat,dass es ihm sogar zur Verfinsterung wird. Mensch! liebtest dudas Licht, wie würdest du dich schützen vor dem Leiblichen,das dich umgibt? Lassest du dich nicht von ihm verfinstern, sowirst du nach dem Tode alles sehen, was in beiden Welten vor-gegangen ist und Vorgehen wird. Ohne diess wirst du es nurfühlen, nichts sehen, und jede Fähigkeit, die dir blieb, wird nunzu deiner Strafe verwendet werden. “
P. 151. Z. 5 — 31. Saint-Martin wirft oft tiefe Blicke indie h. Oekonomie der göttlichen Führungen. So wenn er sagt,oft habe Gott unschuldige Menschen das Leben verlieren lassen,damit sie Schuldigen zur Lehre dienten. So wenn er fortfährt:„Oft lässest du Unwissenheit und Finsterniss gegen den Menschenwirken, und fast immer bringt der Mensch den Menschen weiter,auch wenn er, ihm zu schaden, oder statt vorwärts ihn zurück