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zu bringen, sich bemüht.... Unsere Widerwärtigkeiten kommenfast immer mit Unrecht von unsern Mitmenschen, aber wir fühlen,dass uns ganz Recht geschieht, weil wir uns in das Gebiet derUngerechtigkeiten gestürzt haben.
P. 153. Z. 10—27 ff. Die Bemühungen des Menschen fürAnnehmlichkeiten des Lebens, wie Schmuck der Wohnungen etc.die über das Naturbedürfniss hinausgehen, sind für unsern Ver-fasser Beweise für die Freiheit des Menschen, für seinen Beruf,sein Werk selbst zu verrichten, seine Freuden selbst sich zu ver-schaffen. Hätte der Mensch nicht die Macht, das Glück von sichzu entfernen, so hätte er auch die Pflicht nicht, das wahre Glückzu erstreben und zu erlangen. In der Behauptung des Verfassers,dass kein Wesen wahren Genuss habe ausser seinem Erzeugnissund seinen Werken liegt der Schlüssel zum Verständnisse derFreiheit.
P. 155. Z. 23—26. Je tiefer ein Künstler ist und je mehrer in den Ideen und Idealen lebt, um so gewisser wird ihm geradein den höchsten Momenten der Begeisterung in seinem Innernder Gedanke auf blitzen: „Ach, ich habe da nur Bilder gemalt,und doch fühle ich mich für Wirklichkeiten geschaffen.“
P. 157. Z. 16 —19. Saint-Martin lässt sich durch die Er-gebnisse der neuern Astronomie oder eigentlich Uranographie überdie Bedeutung des Menschen nicht irre machen. Den Schilderungender unermesslichen Ausdehnung des Weltalls mit seinen Myriadenvon Gestirnen stellt er einfach die Frage an den Menschengegenüber: „Darfst du dein Wesen und deine Bestimmung mitdeines Leibes Augen messen ?“ Wahre dich, ruft er den Men-schen zu, bei aller Bewunderung gegenüber jenem so verführeri-schen als schrecklichen Schauspiel des unermesslichen Raumesund der unzähligen darin schwimmenden Körper, dass es deinDenken nicht zerschmettere, wie es deine Gestalt dir winzig er-scheinen lässt. Tritt in deine Rechte, unterscheide dich von allendiesen hehren aber stummen Wesen durch die Ueberlegenheitdeines Wortes ! — Es wird schwerlich bestritten werden können, dassdiese Gedanken Saint-Martin’s auf Schelling, Steffens, Schubertetc. von Einfluss waren.