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Form (wie ein Geschirr) sich fertig zu denken, wie das sie Er-füllende, da doch Form und Erfüllendes erst in der Conjunctionzu Stande kommen. Was in einer höheren (inneren) Region einsist, kann in einer äussern nur durch Vermittelung der Unter-scheidung eins sein.
Alles Vorgefühl ist nur durch den Vermittler als Geist be-greiflich.
P. 3. Z. 3 — 8. „Noch ein Beweis für das Dasein derWahrheit und für die Verwandtschaft unseres eigenen Wesensmit derselben liegt darin, dass das menschliche Denken einzigaus dem Triebe zu bewundern seine Nahrung erhält und dassder Mensch das einzige Wesen in der ganzen sichtbaren Naturist, welches der Bewunderung fähig sich zeigt.“
Nur im freien Gebrauche des Erkenntnisvermögens findet der(religiöse) Affect des Bewunderns statt. Was diesen hemmt,hemmt die Adoration und Subjection. Das Bedürfniss, zu bewundern,ist das Bedürfniss der Intelligenz, dem Bewunderten zu seinerSelbstbespiegelung zu dienen und dadurch erhoben zu werdenund frei zu sein. Bewundern ist sich Subjiciren, Autorität-Aner-kennen, Empfangen, Alimentirt-, Begründet-, Erfüllt-, Befruchtet-werden. Als bewundernd finde ich mich durchdrungen und erfüllt.
Die Selbstaufhebung bedingt den Empfang, wie das sichTiefen das Erhobenwerden. Bewundernd schaue ich, durchschauenicht, werde aber durchschaut. Bewundern führt durch Adorationzur Vermälung. Im Bewundern als Effect des Geistes und seinesSchau- und Denkvermögens so wie im Bewundertwerden ist dieSimultaneität des Descensus und Ascensus gegeben. Als be-wundernd und mich vertiefend gegen den Bewunderten unter-scheide ich mich von diesem, so wie ich im Erhobenwerden vonihm und in ihn mit ihm vereint werde. Der Ascensus bedingtalso den Descensus in mich, weil doch eigentlich nur das in undvon mir in den Himmel steigt, was von dem Himmel kam.
Wie dieser Ascensus und Descensus zu allererst immanent>n Gott selbst zu begreifen ist, so secundär im Verhältnisse desMenschen un( j jedes intelligenten Wesens zu Gott, und selbst inder Natursphäre spiegelt er sich mutatis mutandis suo sensu