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ab, wie z. B. im Verhältnisse des Himmels zur Erde. Der Himmelkönnte nicht descendirend der Erde von seiner Fülle geben, wennnicht der Beascensus aus ihr ihn wieder erfüllte. Wie dennder Dichter sagt:
„Vom Himmel kommt es,
Zum Himmel steigt es,
Und wieder niederZur Erde muss es —
Ewig wechselnd.“ —
Der an das Niedrige gebundene Geist will nicht frei underhoben sein, und weiset darum die Sollicitation zur Befreiungvon Seite des bewundernswerthen Gegenstandes zurück, der hof-färtige Geist will sich nicht diesem subjiciren, darum hasst erdiese Sollicitation. Nemo mirans nisi volens. Wer das Höhere,sich nicht vertiefend, nicht bewundern will, dem ist es nur drückend,stupides Staunen erregend. Weil das Thier nicht bewundernkann, kennt es auch den wahren Schrecken nicht.
Mit gutem Grunde zeigt nun Saint-Martin umgekehrt, dasswenn Gott ist, auch in seiner Schöpfung Wesen auftreten müssen,welche fähig sind, ihn zu bewundern, zu empfinden, zu ergreifen,mit ihm zu sympathisiren und die Fülle seines Reichthums durchSichöffnen, Hingeben, Unterordnen anvertraut zu erhalten. Erfolgert daher aus der Fähigkeit des Menschen: von Gottes Existenzund Wesen zu wissen, seine Verwandtschaft mit Gott und ausdieser die Möglichkeit der Vereinigung mit ihm als der Wahrheit,ohne welche das Gefühl der Verwandtschaft mit ihm für denMenschen nur eine Marter und Qual wäre. Endlich schliesst eraus dem Bemerkten, dass in der wahren Ordnung der Dinge dieErkenntniss und der Genuss des erkannten Gegenstandes sichjederzeit bei einander finden müssen; womit er die Behauptungbewährt, dass wahrhafte Erkenntniss nie unfruchtbar, wesenlos,leer ist. Der Mensch befindet sich nicht im ungetrübten Genüsseder Erkenntniss der Wahrheit, er besitzt jene Wahrheit nicht,welche er sucht, nach welcher er verlangt und von welcher erein sicheres Vorgefühl hat. Daraus folgt für Saint-Martin mitRecht, dass der Mensch hienieden nicht in seinem naturgemässen