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wäre. So senkte eich die ewige Liebe, nachdem sie selber diesesEbenbild und das Erzeugniss ihres eigenen Verlangens geworden,bis zu der Wurzel deines Lebens herab, senkte sich in die Tiefedeiner Wunden. Sie scheute sich nicht, mit eigenem Schmerzdie Gestalt deiner zerschmetterten Glieder anzunehmen , damitdiese von neuem nach dem Bilde, das sie ihnen darbot, geschaffenwürden, und wollte, mochten die Hindernisse, die sich ihr ent-gegensetzten, noch so gross sein, mochte sie noch so lange Zeitzur Vollführung ihrer Absicht bedürfen, dich nicht eher wiederverlassen, bis sie ihren Zweck erreicht hätte, d. h. bis jenes gött-liche Gebilde, jenes göttliche die Gestalt des menschlichen Ge-müths annehmende Verlangen, bis endlich jener Gottmensch ganzWohnung in dir gefunden hätte, in dir lebte, und bis er nichtsmehr in dir übrig gelassen, das nicht er selber wäre.«
So sagt der heil. Paulus: „Ich lebe, aber nun nicht mehrIch, sondern Christus in mir.“ — Wenn in dem Text der ange-führten Stelle vom Bilde Gottes die Rede ist, so ist dasselbe nichtdie Form der Seele, wie man von der Form des Kegels oderdes Würfels spricht, sondern es ist der Seele Leben, Seele derSeele. Als selber entseelt oder unlebhaft steht es als eine Figurin der Seele. Jesus (Gottes Herz) ging im Fall des Menschenin dieses Bild unmittelbar ein und ward seine Seele oder seinHerz. — Jesus (die Liebe) ward Christus, dieser Mariä Sohn.
P. 66. Z. 14—22. Wer kennt nicht das intensere Gesund-heitsgefühl nach Genesung von einer Krankheit, das man gleich-sam als eine Art von Versöhnung ansehen kann !
P. 66. Z. 23—29. Wer dieses active umbildende Verlangennicht objectiv in sich inne wird, als einen Affect, als eine Leiden-schaft, als ein Verlangen, das sich selber fort verlangt, wie ein Gebet,das sich in dir, einmal ausgesprochen, selber fortbetet und fort-spricht, wie ein Gedanke, der sich selber fortdenkt, der rede nichtv on Christenthum und Wiedergeburt. Taceat in ecclesia gentilis.
P. 67. Z. I — 5. Die Macht, welche die schweren Wesenstellt und bewegt, ist bloss durchdringend.
P. 67. Z. 10—13. Da in der Normalität des Organismusï'orm und Stoff sich entsprechen, so widersprechen sie sich in