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12 (1860) Franz Baader's Erläuterungen zu sämmtlichen Schriften Louis Claude de Saint-Martin's / herausgegeben von Friedrich von Osten-Sacken
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P. 84. Z. 410. Die Nichtrealität des Scheinseienden istseine Penetrabilität, Nichtstandhalten der Intelligenz, ein Anderesist die positive feindliche Renitenz. Wie die Materie permeabelist, keinen Stand hält, so ist sie auch unbefrucbtbar. Tenebraenon comprehenderunt.

P. 84. Z, 710. Das active Eindringen des Geistes alsIntelligenz ist also Penetranz und Elevation. Sobald das Be-wundernswerthe als die Höhe erreicht ist, lässt der Geist seineActivität nach und unterwirft sich empfangend, womit er abereben erhoben wird. Der Geist ist schauend. Wenn der Menschwahrhaft ist, sagt Saint-Martin, d. h. wenn er sich nicht selbstbelügt, so muss er gestehen, dass die gegenwärtige (materialisirte)Natur bloss ein Schleier ist, durch welchen jene verborgenenQualitäten hindurchschimmern, und dass die Gesammtheit dieserWelt einer Frucht gleicht, deren Hülse nur die sichtbaren Gegen-stände sind und deren eigentliche Substanz und Keim jenes Be-wunderungswürdige ist, das nur dann erkannt werden kann, wenndie ganze Hülse hingenommen worden. Die Behauptung desVerfassers sagt im Grunde nichts Anderes, als dass der bessereMensch einen andern Himmel und eine andere Erde ahnet. Ent-hüllen (Enthülsen) heisst hier nicht etwa bis zum formlosen PrincipDringen, sondern zur wahren Form, und hier gilt: Destructiounius formae generatio alterius.

P. 85. Z. 7 8. Das Feinere ist nicht etwa Schemen,sondern kräftigere, substantiellere Form, für welche die materiell-substanzirten Formen nichts sind als Apparenz, weil es sie permeirt,und welche für diese insofern nichts ist, insofern sie ihr un-fasslich ist.

P. 85. Z. 1928. Eben weil die materiellen Wesen durche >ne Umwandlung entstanden sind, sind sie umwandelbar.

P. 86. Z. 14. Natürlich mussten die materiellen Formendescendiren, wenn die höheren durch sie und in ihnen ascendirens °llten. Anticipation der Zukunft der Natur.

Die Schilderungskraft Saint-Martins ist häufig nicht geringeruls die Tiefe seiner Gedanken, wie in folgender Stelle (S. 87):