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Empfindung, ohne Anschauung; man müsste denn nur das Zählen(das bewusstlose) als Anschauung gelten lassen.
Auch in der Musik zeigt Saint-Martin das Walten der zweiGesetze, der Kraft und des Widerstandes, die im ganzen Weltall,im geistigen sowohl als im natürlichen, anzutreffen sind, und zwarin den beiden Reihen der vollkommenen und der dissonantenAccorde, aus denen die ganze Melodie besteht. Hiedurch gibtuns nach ihm die Musik ein Bild der allgemeinen Trennung,welche das erste Verbrechen unter den guten und schlimmen,regelmässigen und unregelmässigen Kräften bewirkte. Noch deut-licher aber findet er in ihr jene ewige Wahrheit ausgespro-chen, dass die Wesen nur in ihrer Einheit (in ihrer Quelle) oderin jenem vollkommenen Accord Ruhe finden können, welcherin sich die Einheit in allen ihren harmonischen Verhältnissendarstellt.
„Hiedurch (fährt er fort) bekämpft sie siegreich das falscheund thörichte System jener blinden Philosophie, welche das Bösezum Ursprung des Guten machen will, das Dunkel zum Ursprungdes Lichtes, die Schatten im Gemälde zum Ursprung der liebtenFarben, die Null zum Quell der Zahlen, das leblose Aggregateiner todten Materie zum Erzeuger lebendiger organischer Wesen.“Die Anhänger der hier berührten falschen Philosophie nennendie Scheidung des Lichtes von der Finsterniss, verblendeterweiseGeburt des Lichtes aus der Finsterniss und wollen die Gliederdes Organismus vor oder nach diesem bestehen oder entstehenlassen, weil ihnen Gliedsein und Entzündetsein irrigerweise einsund dasselbe ist. Das, was der Lichtmanifestation in seinerOccultation dient, ist es freilich, w r as, nicht occult, die Finster-niss macht, d. h. der Lichtmanifestation a sich opponirt, um seineeigene zu erwirken. Hieraus folgt aber keineswegs, dass dasFinstre als solches zur Lichtmanifastation nöthig ist. BleibendLicht ist nur was die Verfinsterbarkeil (Verbrennbarkeit) in sichgetilgt hat, in der Wurzel, als Posse.
P. 153. Z. 24 — 31. Zeitbefreiung, Lüftung von Welt-
s chwere ist Effect und Zweck der Musik. Sie soll das Gemüth