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dige Wort von oben an sich zu ziehen, welches ohne Unterlasssie zu seinem Organ zu machen strebt. Man darf sich nichtdarüber wundern , dass eine so gereinigte Luft das lebendigeWort von oben anzuziehen vermag. Die Luft ist in der physi-schen Natur das einzige offen stehende Medium, nur sie kannwie das Wort, zur unmittelbaren Mittheilung alles dessen dienen,was am tiefsten in unserm Gemüthe ruht.“
Die Luft ist also selber Wort, wenn auch nur in potentia.
P. 158. Z. 5—26. Die Thiere sehen, hören, riechen,schmecken und fühlen nicht was der Mensch sieht etc. — Singenist Sprechen oder soll es sein. Daher vermag nach Saint-Martinein blosser Körper in der ganzen Natur weder zu singen, nochzu sprechen, wenn ihn nicht ein Geist beseelt, der höherer Kräftevoll ist.
„Die höhere Atmosphäre einer vollendeten göttlichen Region,die dem Lebenseinfluss noch viel mehr offen steht, als der unserige,sie, die nichts Anderes als das lebendige Wort selber ist, istdemnach das Einzige, was singt und spricht, und mithin daseinzige wahrhafte Organ der reinen Musik.“
Alles was sonst noch singt und spricht ist nur nachsingendund nachsprechend diesem Wort.
P. 159. Z. 16—23. Man denke an die freie Macht desTons in den Chladnischen Klangfiguren, die sich von innen her-aus , nicht von aussen her gestalten. — Wie das Licht (dasSichtbare) nach dem Ton erscheint, so geht es wieder in diesenzurück. Aber das magische Schauen ist vor dem Ton.
P. 160. Z. 8—19. „Wie die Eigenschaften der höherenMusik auf uns gar nicht zu wirken vermöchten , riefen sie nichterst die ihnen entsprechenden Harmonien und lebendigen Tönehervor, so würden jene Wirkungen an uns ganz verloren gehen,wäre nicht in uns selber etwas ihnen Analoges, ihnen Entspre-chendes. So ist der Mensch gleichsam die Lyra Gottes, alleKräfte seines Gemüthes streben das Wort und den Geist derGottheit zu verkünden, alle Tiefen der ewigen Wahrheit zu er-forschen, und hernach uns dieselbe mitzutheilen und zu offenbaren.