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P, 164. Z. 22—26. Vortrefflich bemerkt Saint-Martin „DerMensch ist ursprünglich und seiner Natur nach wahr ; die Täu-schungen, denen er sich hingibt, sind bloss Abweichungen vonseiner ursprünglichen Richtung und jederzeit beginnt er mit derWahrheit.“
P. 165. Z. 3 — 8. Ist es nicht ergreifend, wenn Saint-Martin mit erhabenem Ernste erinnert:
„Du bedarfst (o Mensch) der ruhigen Stille rings um dichher, wenn du frei Töne hervorbringen und dich ihrer erfreuenwillst. So vermagst du auch die höhere göttliche Harmonie niezu vernehmen, bis erst das wilde Getös der gegen einander strei-tenden Kräfte, aus denen das Weltall gebildet ist, mit aller seinerstörenden Unruhe verstummt.“
J. Böhme nennt dieses wilde Getöse der Welt, diesen Cha-rivari der Welt, diesen Teufelslärm die Turba , und man er-innert sich hier des Satzes: „ Motus turbidus extra locum, inloco placidus, quietusT
P. 165. Z. 9-—18. Dieser Weltgeist ist jetzt derselbe Eine,wie die Sonne dieselbe, die Adam schien. — Die Region desWeltgeistes ist gemischt, weil sie durch das Astral gehen muss,welches zwei Wege hat.
P. 165. Z. 23—31. Eben in der Region der Wunder thutder Mensch selber Wunder.
P. 166. Z. 1 — 8. „Der characteristische, mimische undausdruckvolle Tanz deutet auf seine Weise auch auf jenen Zu-stand der Freiheit, dessen der Mensch geniessen würde, wennihn nicht die Bande der groben Sinnlichkeit so tief niederbeugtenund unterdrückten. In diesen künstlichen Uebungen scheint sichder Mensch jene leichte Beweglichkeit vorspiegeln zu wollen,welche einst in einer freiem, der trägen Schwere minder unter-worfenen Region, ihm natürlich war.“
P. 166. Z. 16 — 21. Der zeit- und raumfreie Geist machtsich seinen Tact und seine Mensur selber.
P. 167. Z. 10—17. Der Begriff der Gebärde ist Figur;diese entspricht dem Affect.