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12 (1860) Franz Baader's Erläuterungen zu sämmtlichen Schriften Louis Claude de Saint-Martin's / herausgegeben von Friedrich von Osten-Sacken
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Ich trage als Seele den Geist, oder dieser ruht in mir, d. h. erentwickelt sich und wirkt in mir, was von mir als Seele gegenden Leib gilt. Auch Schubert hat in seiner Psychologie dieIdentität des die Seele begeistenden und leibanziehenden Principeim Normalzustände so wie die Nichtidentität im abnormen ver-kannt. Man kann jedes Daseiende [Etre, Person, Sache) alsMitte ebenso gut als von innen heraus (von oben herab) gekom-menes oder kommendes, denn als ein von aussen hinein (vonunten hinauf) gegangenes oder gehendes betrachten. Das Produ-cens kann sich nicht als Mitte setzen (ins Dasein führen), ohneals Einheit sich somit dreifach zu verselbstigen und aus dieserdreifachen Verselbstigung wieder sich zurückzunehmen. Man kanndarum von keinem dieser drei sagen, dass es früher oder ohnedie andern beiden entstehe, bestehe oder auch vergehe. Der Geistbedarf eben so gut der Seele und des Leibes zu seiner Ver-selbstigung, als das gleiche von der Seele und dem Leibe gilt. Das Aeussere ist eben nicht das nach aussen, sondern nachinnen Gewandte, wie das Niedrige das nach oben, das Inneredas nach aussen, das Hohe das nach dem Niedrigen, Gekehrteist. Das Innere will das Aeussere und hebt sich in ihm auf,das Aeussere das Innere, beide durch die und in der Mitte,welche sie unterscheidend eint, einend unterscheidet, ihrer Con-fundirung wie ihrer Trennung wehrend. Denn nur in Bezugauf dieses Dritte kann ein Ueber und Unter, ein Inner undAusser sein. Sich Niedrigen, Aeussern ist ein Anderes Höhen,Innern; sich Erhöhen, Innern ist Anderes Niedrigen, Aeussern.Nach J. Böhme ist es übrigens der Geist, der in sich (nachinnen oder oben) gekehrt ist, die Natur nach aussen.

P. 181. Z. 19. Was das Wollen stützt (begründet), wasals Unbewegtes bewegend ist, ist ein Cognoscibile, welches abererst gefasst ihm zum Beweggrund wird. Was hier im TexteKräfte mit Fähigkeiten genannt wird, das sind Personen. Hierist Selbstiches, das sich nicht entselbstigt, Selbstisches, das sichwieder entselbstigt und Selbstloses, das sich nicht entselbstigt, zuunterscheiden.

P. 181. Z. 1018. Gott allein ist wahrhafte Welt und