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Zertrümmerung in ihr, den wilden Kampf und Streit ihrer Ele-mente, aber sie hält diese für die einzig mögliche Form ihresDaseins und ihres Lebens, für die urgesetzliche und nothwendigeWeise ihrer Entwickelung und ihres Daseins. Was Wunder, wenndie entschlosseneren unter den neuern Philosophen von da auszu der Ansicht gelangen, dass das Gleiche von der geistigenWelt gelte, und Sünde, Leidenschaft und Verbrechen nothwendigeEntwickelungsformen des geistigen Lebens seien. Wie hoch stebthier Saint-Martin über der gesammten Sündfluth der neuernPhilosophie (unter deren Coriphäen nur Schelling sich zuletztunserm Theosophen genähert hat), wenn er sich über diese Ma-terie in folgender Weise vernehmen lässt: „Das Wohlsein einesjeden materiellen Wesens gründet sich auf das Gleichgewicht derPrincipien, aus denen es zusammengesetzt ist, und auf die Har-monie der Action und Reaction, die in ihm wirken, und sobaldeine über die andere überwiegt, entsteht Unordnung. So stelltdenn die Natur das Milde dem Milden, das Zerstörende demZerstörenden entgegen, und die Insecten in ihrer apokryphischenExistenz, die giftigsten und bösartigen Reptilien, sind von derNatur bestimmt, die giftigsten und verdorbensten Theile deratmosphärischen Luft aufzusaugen, welche ohne diess den Wesen,welche sie athmen, ein Gift werden würde. Die giftigen Pflan-zen haben eine ähnliche Bestimmung in Hinsicht auf die flüchtigeren,die Erde auf die dichteren und grobkörperlicheren Theile diesesGiftes. Es ist diess ein neuer Beweis von der Verunstaltungder Materie, da sie nur durch gewaltsame, schmerzhafte undtraurige Mittel zu ihrem Gleichgewicht gelangen, da selbst dergrösste Theil ihrer Wesen nur durch Zerstörung andrer, oft selbstsolcher, die seines Geschlechtes sind, leben kann. So ruht dasLeben der körperlichen Wesen aul Unordnung und Verwirrung,wie diese auch der Quell und das Gesetz ihres Daseins sind.Wenn es daher kein Böses oder keine Unordnung gäbe, so gäbeer auch keine materiellen Körper und kein Universum. (Hierunterversteht Saint-Martin nicht das Weltall als solches, sondern dieirdisch gewordene Zeit- und Raum-Welt.) Wenden wir diessauf den Menschen in seinem jetzigen Zustand an, so sehen wir