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12 (1860) Franz Baader's Erläuterungen zu sämmtlichen Schriften Louis Claude de Saint-Martin's / herausgegeben von Friedrich von Osten-Sacken
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429
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Lettre à un ami, ou Considérations politiques, etreligieuses sur la révolution française.

P. 1. Z. 79. Erstaunungswürdig mag man die franzö-sische Revolution nennen, nur war sie gewisslich nicht bewun-derungswürdig. Denn die Beweggründe der Handelnden warenwenigstens häufig, wenn nicht meist, nicht bloss gewöhnlichschlecht, sondern sogar teuflisch. Die Vorsehung waltete freilichliier wie überall das Böse zur Förderung des Guten wendend.

P. 2. Z. 28 32 ff. Glaube bezieht sich auf die Wege,welche Gott unsern Gedanken anzeigt, durch die wir den Ab-sichten seiner Weisheit entsprechen können.

P. 4. Z. 411. Ebenso falsch es ist, die Natur für Gottzu nehmen, wie die Naturalisten, ebenso falsch ist es, den Geist(die intelligente Natur, z. B. wie Hegel als absoluten Geist) mitden Idealisten für Gott zu halten *).

P. 4. Z. 1629. Sehr wahr! Nur darf nicht übersehenwerden, dass die geistigen Wesen so wenig von der nichtintelli-genten Natur als diese von jenen, und beide von der göttlichenNatur, getrennt zu begreifen sind. Gott und die menschliche

*) Zwischen Hegels und J. Gr. Fichtes Lehre waltet nicht eigentlicheine wahre Wesensverschiedenheit, sondern ein blosser Formunterschied ob,wenigstens wiefern bloss die Theorie in Betracht kommt. Allerdings aberbesteht doch der tiefgreifende Unterschied, dass Fichte nicht in der Theorieals solcher, sondern im Thun und Handeln den letzten Zweck des Lebenssucht, während für Hegel Alles zuletzt im Erkennen aufgeht. v. 0.