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12 (1860) Franz Baader's Erläuterungen zu sämmtlichen Schriften Louis Claude de Saint-Martin's / herausgegeben von Friedrich von Osten-Sacken
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adhäriren und repugniren. Aber des Willens Grund ist Gedanke,also dieser Willens-Ursache *).

P. 60. Z. 1015. Das Stimmensammeln oder Abstimmenzur Ausmittelung des gemeinsamen Willens ist ebenso unge-schickt als zu jener des allgemeinen Gedankens oder irgend einesmathematischen Satzes.

P. 68. Z. 1023 ff. Im Loswerfen und im Gebet bei derWahl war die Gemeine sich bewusst, dass sie nicht wählte.

P. 73. Z. 1116. Noch mehr die neuen Repräsentantenohne Stände **).

P. 74. Z. 114. Die Entfernung alles Religiösen beweisetdie Eigenwilligkeit der Menschen bei den Wahlen.

P. 74. Z. 1519. Alle Anstalten sind gut, die Menscben-willkür entfernen.

P. 76. Z. 2 6. Constitutionen unserer Zeiten sind Ehe-pacten vor der Scheidung.

P. 79. Z. 23 25 ff. In diese niedrigere Region gesandtsollte der Mensch ursprünglich sich beliebig seine Form schaffen(Christus nach der Auferstehung), anstatt dass diese Form nunstereotyp ist.

P. 84. Z. 914. Die Trennung von Gerechtigkeit und Liebekonnte nur die Creatur selber bezüglich auf sich verschulden***).

P. 84. Z. 1417. Obschon das Rechtgeschehen das Heil-werden noch nicht einschliesst. Aber freilich geschieht jedem nurRecht, wenn man ihm zum Heil hilft,

P. 84. Z. 1721. Die Liebe vereint die Strenge der Ge-rechtigkeit mit der Milde der Barmherzigkeit.

*) Wäre nicht des Willens Grund Gedanke, so wäre der Wille nichtWille, sondern blinder Trieb, und Gut und Böse, Recht und Unrecht hättefür den Menschen so wenig Bedeutung, als für das Thier, v. O.

**) Baader will nicht monarchischen Absolutismus, sondern Monarchismusmit ständischer Gliederung, v. O.

***) Wer die Gerechtigkeit und Liebe Gottes schon ursprünglich getrennt,also nothwendig getrennt vorstellt, erklärt das Böse für nothwendig, alsonicht für böse und leugnet im Grunde sowohl die Gerechtigkeit als dieLiebe Gottes. Es ist nicht abzusehen, wie Fichte, Schelling, Hegel, Schopen-hauer etc. diesem Vorwurf sich entziehen können, v. O.