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daß man zu Hofe nicht feyern thue vnd des- ihm
wegen keine Stunde in diesem Werke zu ver- durck
lieren." Schlieff aber schreibt an Herrn von Taube ten
denselben 13. Februar: „Zu Wien wie auch zu Prag ist , in 2
ihnen angst vnd bang, wissen nicht, ob sie daß Ruder Frau
vorn oder hinten haben." Nachdem er von Spanischen trag
Werbungen in Wien gesprochen, heißt es weiter: „Es schw
wirdt aber diesem werk nicht schädlich sein, dass wir auch sich
nur nicht zu langksam darzu theten vnd der Sache einen seine
anfangk machten. Der H. v. F. (Herzog) wil auch den er d
Obristen Kratz") parlloniren vnd alle seine gueter in , kein
Böhmen ihme wieder restituiren, der wird auch nicht satz
wenig dieß werk bei Hertzoch Bernhard zu befördern ihme zu
angelegen sein laßen. Alle Obriste vnd hohe oklioirer seien man
auf heute wieder anhero verschrieben, der H. v. F. wil Km
sich ihrer noch mehr versichern vnd einen vcsten ' führ
vhnaufloßlichen Band mit ihnen machen, der , stsch,
weder vorn Kaiser noch von Spanien wird den
kennen getrennt werden." Dai
Franz Albert kam also, wie man aus diesen Briefen jede
steht, den Wünschen des Herzogs bereitwilligst entgegen Rei>
und mochte dasselbe von Arnim und dem Kurfürsten lier,
hoffen. Darin hatte er sich freilich sehr getäuscht. Arnim Ste
hatte den 6. Februar (27. Januar) im Auftrage seines Oes
Herrn am Brandenburger Hofe dem Kurfürsten angeboten, den
auf die früher zwischen Sachsen und Brandenburg verein- frei
barten Bedingungen für beide Kurfürsten mit dem Her- heil
zöge von Friedland zu unterhandeln, um zu einem billigen acht
und aufrichtigen Universalfrteden zu gelangen. Der Kur- » He,
fürst lehnte nach einer Berathung mit seinen Räthen tiod
dieses Anerbieten ab, indem er auf die Nothwendigkeit tori
hinwies, die übrigen evangelischen Stände und den Reichs- zus
kanzler Orenstierna mit herbeizuziehen und zugleich auf Re!
den Frankfurter Convent hinwies, auf dem der Reichs- den
kanzler die Evangelische» vereinigen wollte. Doch schien . gü>