35
Ge-ewissevnndircich,vnndvor-trewerchen,vnndrtferergelu-Haußsolcheyran-n ist,hat,-rungdem-nnachissen-felch,r be-demsenenge-kutte-noralnserstsvio■edo,leib Unach-istet,imcf,Wir
biß dato Bnserer Khayscrlichen Armada zu gutem viel an-sehnliche Summen Geldes, besagten Vnserm gewesten VeldtHaubtman hergegeben, daß Wir auch hinfüro, auff alleMittel, vnd Weeg gedacht wollen seyn, Wie Wir Euchsambt vnnd sonders, nicht allein erhalten, vnd mit ehistcmbelohnen, sondern auch mit Khayscrlichen gnaden versehenmögen, Dessen Ihr Euch dann gewiß zugetrösten habet,vnnd seynd Euch sambt vnd sonders mit Khayserlichcngnaden beygethan. Geben in Bnserer Statt Wiecn denAchtzehenden Febniarii, Anno- Sechzchenhundert, Vier vndDreyßig, Bnserer Reiche deß Römischen im Fünffzehenden,deß Hungarischen im Sechzehende», vnnd deß Böhaimbischenim Siebenzehenden.
Ferdinand.
(L. 8.)
Ad Mandatum Sac. Caes.
Friedrich Schlick graff Najsslatis proprium.
Jo. Geörg Pucher mp.
An denselben Tagen den 18. und 19. Februar warenaber auch Wallenftein und die Seinigen sehr thätig, jedochohne zu ahnen, was von Wien aus geschah und mitwelchem glücklichen Erfolge dort gehandelt wurde. Das Aus-bleiben des Aldringer und Gallas, endlich auch Piccolomi-niS, der erst den 15. Februar unter dem Vorwand, denGallas herbeizuholen, von Pilsen abkommen konnte, mußteihm verdächtig erscheinen und er beschloß auch vor ArnimsAnkunft Alles zur Entscheidung vorzubereiten. Auch erwollte seine Truppen bis zum 24. Februar größtenthcilsin Prag concentriren und erließ demgemäß Befehle, diefreilich überall zu spat kamen. Der schon erwähnte OberstSchlieft (nicht Schlieck) wurde mit einem Schreiben desGrafen Terzka über Prag nach Schlesten geschickt, um dendem Herzog getreuen Obersten Schaffgotsch zu instruiren:
3 *