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Der Kaiser Ferdinand und der Herzog von Friedland während des Winters 1633-1634 : nach handschriftlichen Quellen des Königlich-Sächsischen Haupt-Staat-Archivs und mit kritischer Berücksichtigung der gedruckten Berichte dargestellt / von Karl Gustav Helbig
Entstehung
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51
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erhalten) seinem vorgesetzten Generalleutnant Grafen Gallasund andern Generalspersonen verschwiegen aber dennoch(Artikel 9) dem General Gallas vermeldet, daß das HausOestreich durch diesen Schluß in die größte Gefahr kom-men dürfte. Förster macht auf den Widerspruch in diesenWorten aufmerksam und verdächtigt damit das ganze Ber-fahren gegen den Grafen. Aber der Widerspruch ist nurin den Excerpten des Herrn Pros. Förster vorhanden.Denn in dem 8. und 9. Artikel der Klagschrift steht, daßSchaffgotsch nach seiner Rückkehr von Pilsen zwar demGeneral Gallas in Großglogau den Pilsener Schluß gezeigt,aber ihm nichts von der Commission gesagt, daß er den-selben unterzeichnen lassen solle, sondern denselben bei sichzu behalten versprochen,doch cklsourienäo verlauten lassen,daß das Haust Oesterreich izt in der größten Gefahr vndgleichsamb in einer Stundt ruinirt werden solle, welches dieganze weit nicht hette können unterdrücken." Doch ge-nug von diesem Processe, der hier nur erwähnt wird,weil Mailath desselben nur mit ein paar Worten ge-dacht hat^).

Graf Schaffgotsch war der einzige namhafte AnhängerWallensteins, der hingerichtet wurde: er starb gefaßt unddem evangelischen Glauben treu auf dem Schaffst zuRegensburg 23. Juli 1635. Die übrigen Beschuldigtenvon Bedeutung wurden theils mit Gefängniß bestraft,theils freigelassen, unter ihnen der Oberst Julius Hein­ rich , der mit seinem Bruder, dem sächsischen FeldmarschallFranz Albert, im December 1635 entlassen wurde.