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Zweiter Band.
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musste freilich der Ausfall dieser Versuche zu einem Fehlschlüsseleiten, wozu dann noch endlich der Umstand kömmt, dass manfeines (d. i. feinkörniges) Pulver und gutes nicht selten für Syno-nyme hielt.

Da ich in diesem Aufsatze überall so sehr auf den Gebrauchdes möglichstärksten Pulvers dringe, so scheint es nöthig zu sein,doch Einiges über diesen Gegenstand zum Beschlüsse hier hinzu-zufügen. Bei Bereitung des Pulvers kommt es bekanntlich ausserder Wahl der reinsten und besten Materialien (denn diese sindhier unbedingt die wohlfeilsten) auf ein bestimmtes Verhältniss,und dann auf innige vollkommene Mengung derselben an. Dasbeste Verhältniss lässt sich nicht anders als durch Erfahrung unddurch chemische Analysen der besten Pulversorten finden. Sofand z. B. Herr Assessor Wenzel (der über diesen Gegenstandüberhaupt eine Reihe interessanter Untersuchungen vorgenommenhat) beim Bauzener Büchsenpulver (dem besten, das man hierherum hat) folgende Verhältnisse:

75 <8 Salpeter14 <8 24 Loth Kohle10 S 8 Loth Schwefel;

ein Verhältniss, das ziemlich dem des besten französischen Pul-vers gleich kömmt. Herr Wenzel fand auch, dass es bei Be-reitung des Pulvers vorzüglich auf innigste Mengung und mög-lichste Zerkleinung des Schwefels (wohin selbst vielleicht die me-chanische nicht zureichen soll) und des Salpeters ankommt, undräth darum, den Satz erst ohne Kohle wohl durchzuarbeiten, wasum so leichter angeht, da keine Gefahr damit verbunden ist. DieKohlen sollen nur in grösseren Theilchen der ganzen Masse bei-gemengt sein, und Er beruft sich hierbei auf das gute chinesischePulver, an dem sich diese Eigenschaft durch das Mikroskop be-merken lässt.

Die Versuche, die - man bereits vor geraumer Zeit in Frank-reich mit Pulver ohne Schwefel anstellte, verdienen allerdings dieAufmerksamkeit des Bergmanns und Wiederholung, denn ebendie zu heftige Wirkung desselben widerrieth ja seinen Gebrauchin der Geschützkunst. Saluce selbst hält es in der Minir-