Band 
Zweiter Band.
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Länder, welche noch glücklich genug sind, grosse, ergiebigeWälder zu besitzen, haben um so mehr Ursache, diesen Schatzsorgfältig zu bewahren, und wirtschaftlich zu nutzen, da erihnen bei der in benachbarten Ländern täglich zunehmendenHolzarmuth und Iiolztheurung nicht nur einen sehr soliden undbedeutenden Vortheil über diese Länder verschafft, sondern auchdie gewisse Aussicht gibt, diejenigen Gewerbe, deren vorzüg-lichster Gewcrbstoff Holz ist, nach und nach aus letzteren ansich zu ziehen. Wie gross aber der Umfang dieser Gewerbe ist,und wie sehr ein niederer Preis des Brennstoffes auch bei derhöchsten Stufe des Wohlstandes und der Cultur den Flor dermeisten Gewerbe überhaupt bedingt, davon kann man sich indein so reichen England überzeugen, wo nemlich nur jene Pro-vinzen in Gewerksainkeit sich auszeichnen, in denen die Stein-kohlen am wohlfeilsten zu haben sind, wohlfeiler oft als selbstdas Holz in den holzreichsten Gegenden Deutschlands. Wennnun aber der reiche Engländer es nicht vermag, seinen Brennstofftheuer zu bezahlen, welcher doch so manche andere, bedeutendeVortheile (z. B. leichtere Zufuhr des Holzes zur See von ärmerenLändern) vor dem Deutschen noch voraus hat, wie sollte mandieses von letzterem erwarten, besonders da, wo ein Surrogatdes Holzes sich für ihn überhaupt oder wohlfeil genug nichtschaffen lässt.

Wie lässt sich nun aber diesen Ländern dieses wichtigeNaturcapital am zuverlässigsten sichern und von dessen nach-haltigen Zinsen der grösste Zuwachs zum Nationaleinkommen