C. Giebel,
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ähnlich nahe Beziehung zu unserer hätte, als jene. Da Roemers dürftige Beschreibung ungenau und seineAbbildungen nicht naturgetreu sind: so schien mir eine neue Abbildung nothwendig.
Im Kalk des Scheerenstieges: drei sehr grosse und ein kleiner Kopf, sieben mehr weni-ger vollständige Schwanzschilde von verschiedener Grösse; nach Roemer auch am Schneckenberge.
LICHÄS Dalm.
Von dieser entschieden silurischen, nur mit wenigen vom Typus sich mehr entfernen-den Arten in devonischen Schichten vorkommenden Gattung bildet Roemer ein unbedeutendesFragment ab als
li. sexlobatns Tafel I, Fig. 7.
Römer, Palaeontographica V. 7. Taf. 1. Fig. 10 ab .
Zwei Pygidien von nur 2 Linien Länge und ebensoviel Breite am geraden Vorderrande.Die Spindel ist schwach convex, vorn % Linien breit, und deutlich in zwei Ringe getheilt,hinten mit einer dolchartigen Spitze in den Rand auslaufend. Ihre Oberfläche erscheint unterder Loupe sehr fein granulirt. Die Pleuren bestehen jederseits aus drei Lappen, welche derRingtheilung der Spindel entsprechen, durch feine Furchen von einander geschieden sind, aufihrer Oberfläche einige feine Körner tragen und am Rande in schlanken Spitzen auslaufen.Auf der Mitte eines jeden Lappens macht sich eine seichte Längsdepression, aber keine Furchebemerklich. Ein vierter vorderster Lappen ist nur mit seiner randlichen Spitze erhalten.
Roemers Figur bedarf insofern einer Berichtigung, als sie die Seitenlappen nicht den Ringen der Spin-del entsprechend darstellt und markirte Furchen auf den Lappen angibt, welche ich nicht finde. Hinsicht-lich der systematischen Stellung könnten Bedenken obwalten, da auch Arten von Cheirurus ein sehr ähn-liches Pygidium haben und z. B. Ch, minulus bei Barrande, Syst. Silur. Boheme Tb. 41. Fig. 40 bei ober-flächlicher Vergleichung mit unserer Art identificirt werden könnte. Indess spricht doch die scharfe Son-derung der Lappen, die deutlich dolchförmige Spitze der dreigliedrigen Achse, die Formen der Lappenselbst entschieden für Lichas und schliesst die dreigliedrigen Cheiruren-Pygidien aus. Die völlige Abplat-tung der Achse und deren geringe Breite unterscheidet unsere Art von den böhmischen und zugleich vonallen übrigen mir bekannten Arten.
ACIDASPIS Murchis.
Diese seltsam gestaltete Trilobitengaltung fällt mit ihrem grössten Artenreichthum in dasobere sibirische System, wo Barrande für Böhmen allein 25 Arten unterscheidet. Im devoni-schen Schichtensystem ist sie selten, doch schon in der Eifel , in Nassau und von Roemer selbstim Wissenbacher Schiefer des Harzes in einer Art, A, horrida nachgewiesen worden. DieMägdesprunger Art ist
A. selcana Tafel II, Fig. 15 .
Römer, Palaeontographica V. 7. Tf. 1. Fig. 9.
In dieser Art vereinigt Roemer Fragmente, welche nicht beisammengelassen werden dürfen.Das Hauptstück, worauf wir den Artnamen beziehen, ist ein mittlerer Kopftheil. Die flach ge-wölbte Glabella ist wie gewöhnlich durch die Seitenfurchen tief geiheilt. Die erste sehr breiteSeitenfurche wendet sich kurz nach hinten zur zweiten, in welche sie durch eine sanfte De-pression übergeht; die zweite läuft der Achse parallel nach hinten. Dadurch werden die Sei-tentheile als zwei Tuberositäten von der Glabella getrennt und zwar tiefer und schärfer ge-