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De trinitate ac mysteriis Christi Alcuini Levitae libri tres,D. Carolo Imperatori dicati.
(Strassburg beiSchefer 153 0.)
Nur der Geist einigt. — Daher ist nur der Geist als Ireund Redire das Vereinigende ( aüftnroia ). — Was nicht (ver-mittelnd) Geist ist, das ist Nichtgeist (ohne Streben zur Einigung)oder Ungeist (mit dem tantalischen Bestreben Geist zu sein). —
Das eV xcä näv oder Gott-All macht aus Gott die SummaSummarum aller Geschöpfe, von welcher man aber doch sagenmüsste, dass sie nirgend aetu subsistirt, sondern nur in hypothesi,als ewig in Dissemination seiend. Diese im Grunde flache An-sicht, welche die Naturphilosophen damit beschönigen wollten,dass sie Gott das Centrum, die geschaffene Welt seine Peripherienannten, leugnet den Schöpfer und das Geschöpf, weil nur dasCentrum und seine Peripherie zusammen eine Substanz (sei sieungeschaffen oder geschaffen) ausmachen, und nach dieser AnsichtGott und sein Geschöpf den Anblick eines Centaurs als einerComposition aus beiden geben. Es ist übrigens falsch, diesenPantheismus in allen altern Religionen linden zu wollen, ausdenen man ihn nur darum herausfindet, weil man ihn hineinträgt.
S. 1. „Wir wollen nicht sterben, nicht betrogen werden,nicht unglücklich sein“ — Imperativ des seligen, integren Seins,oder des Genusses.
S. 2. Wie Religion (fides, Erkenutniss, Cultus) das alleinEinigende, so ist sie das allein social Trennende z. B. zwischenLiebenden (Einverstandniss, Eintracht). —
Ibid. Wer zu Gott kommen, ihn erkennen will, muss glau-ben, dass er sei und erforschbar sei. Zweifel ist hier gewussteLeugnung. Ueber Gott denken ist an Gott denken, ist oder sollsein Andacht — Gebet. — In Gottes Namen, nicht in seinemBaader’s Werke, XIV. Bd. 28