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S. 44. „Christus, welcher ist die Weisheit Gottes“ — alsMenschensohn.
S. 45. Cognitio boni absque mali, cognitio boni et malieognitio mali absque boni.
S. 46. Bewegung ist nicht von Ruhe, Veränderung (Er-neuerung) nicht von Conservation zu trennen. In diesem Sinneist die Zeit ewig, als in sich kreisende Bewegung.
Ibid. Qui Sum nennt sich Gott dem Moses = non fui,non ero. Dagegen hat die Creatur einen absoluten Anfang ge-habt. — Alles was anfängt, hat Relation zum Anfänger und zuanderem Angefangenen.
Ihid. „Der Vater allein hat das Sein nur von sich selbst“— er ist nicht causa sui, aber Selbstgrund. — Wie der Sohnim Vater, der Vater im Sohne ist, so ist der Geist im Vater undSohne und Vater und Sohne im Geiste ;— procedere wird im acti-ven Sinne vom Geiste, im passiven von der Sophia gesagt.
Ibid. Wenn man sagt, dass Gott alle Dinge ist, so meintman, dass die Istigkeit aller Dinge Gottes ist, oder dass Alles,was ist und nicht Gott ist, von, durch und in Gott sein ge-macht und seiend erhalten wird. Wesswegen man jenen Satznicht umkehren und sagen kann: Alles, was ist, ist Gott, oderwas dasselbe bedeutet: Alle Dinge machen wieder Gott sein(nach Hegel: Hat Gott uns gemacht, so müssen wir ihn wiedermachen}. Dasselbe gilt vom Thun Gottes, und dem Thun undLeiden der Creatur. — Man sollte aber auch verstehen, wasChristus sagt: Ihm (Deo) lebt (ist) Alles, d. h. alle Creatur, wiesie von Gott und in Gott lebt, ist und lebt doch nur fiir Gottund ihr Für-sieh-sein, Leben und Thun ist ihrem Für-Gott-seinund Thun oder ihrem Um-Gottes-Willen-sein und Thun sub-jicirt. Was ebensowohl fiir die Gott wollende und Gott zu Willenlebende Creatur gilt, als für jene, welche nicht Gott will, nichtmit und in Gott will. Denn der Gottesleugner ist ein VerleugnerGottes oder Gottunwilliger, und soviel an ihm ist, wollte er, dassGott nicht wäre. Qui fratrem (Deum) non amat, homicida (Dei-cida) in corde est.