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14 (1851) Franz von Baader's Elementarbegriffe über die Zeit : Vorlesungen über Philosophie der Societät, Erläuterungen zu Stellen aus Thomas v. A., Glossen zu einer Reihe von Schriften sammt Programm über die Wechselseitigkeit der Alimentation / herausgegeben von Schlütter und Lutterbeck
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Menschen oder für das Erdenthier gilt. Wie denn die Schrift-lehre als Lehre vom ewigen Leben, oder vom ewigen zoogonischenProcesse den Begriff der ewigen Speisung so wenig von jenemdes ewigen Lebens trennt, als sie das ewige psychisch oderinnerlich Gebildetsein des ewigen Menschen von seinem äusserlichoder leiblich Gebildetsein trennt. Wenn man darum z. B. imMenschenleib einen doppelten Leib unterscheidet, nemlich einenNervenleib, welcher sich (nach Paracelsus) wieder in einer Tri-plicität (als Gehirn-, Rückenmark- und Gangliensystem) zeigt,und einen äusseren Kopf-, Rumpf- und Eingeweide-Leib: so mussauch das Innere beider dieser Leiber zwar unterschieden, jedochals ineinander seiend begriffen werden.

Ich habe bereits früher (namentlich wieder im fünften Heftemeiner Vorlesungen über speculative Dogmatik) gezeigt, dass diegewöhnlichen physiologischen Vorstellungen von dem Stoffwechselund der Assimilation *) darum keinen Begriff vom Wesen derAlimentation geben, weil hierbei der Grundbegriff des Lebens alsFeuer oder Brennen denn Leben ist Feuer und Feuer istLeben somit die Kreisung des Insichsetzens eines Innerlichendurch Aufhebung der Aeusserlichkeit als intussuseeptio und desWiederaufhebens des Innern zum Aeussern als ab intus pro-ductio nicht erkannt wird, da doch das Feuer und das Lebennur besteht, indem selbes Etwas in sich als Erfüllendes setzt undzugleich Etwas (als Hülle) vor sich setzt, in welches es als E r f ü 1 -lendes ein- oder vielmehr aüsgeht**). Gegen diese begriffsloseAuffassung der Alimentation habe ich nun schon längst eine Be-hauptung aufgestellt, welche diesem Processe eine ungleich tiefereBedeutung zuweist, dass nemlich die Speise den Esser dahin zieht

*) Mit dem Stoffwechsel als Zu- und Abfluss findet aber zugleicheine wahre' Stolfaufhebung und neue Wiedererzeugung desselben statt,was man nur darum leugnet, weil man die Materie (wenigstens, wie siesagen, in ihren molecules) für unzerstörlich und für unsterblich hält und ihrebeständige Fluxion nicht erkennt.

**) Ich habe anderswo nachgewiesen, wie diese Triplicität des Lebenssich vorerst im immanenten Leben zeigt, indem selbes sich von demunterscheidet, was in ihm, wie von dem, in welchem es und welch letz-teres also vor ihm ist.