Band 
Siebenter Band.
JPEG-Download
 

Der Herr Verfasser bemerkt gleich Anfangs seiner Schrift,dass die Hauptaufgabe,welche der katholische Theologe zu lösenhat, die ist, mittelst einer genauen Bekanntschaft mit dem christ-lichen Alterthum von jedem einzelnen Dogma darzuthun, wie das-selbe nach allen seinen wesentlichen Bestimmungen schon in denersten Jahrhunderten giltig gewesen und sich als acht apostolischeLehre im Laufe der Zeiten unverfälscht und unverändert erhaltenund fortgepflanzt hat, und zwar ist dieser Beweis dermalen vor-züglich gegen zwei protestantischer Seits zu Ansehen gebrachteMeinungen zu führen, nemlich gegen die Behauptung, dass derLehrbegriff der Kirche sich lediglich in den ersten drei Jahrhun-derten rein erhalten, sodann aber verfälscht und verändert habe*),so wie gegen jene, dass die Kirchenväter über diesen Lehrbegriffweder unter sich, noch selbst jeder derselben mit sich selbst einiggewesen, der Protestantismus folglich so alt als die Kirche selbersei. Der Verfasser vorliegender Schrift weiset nun an dem Dogmader Eucharistie die völlige Grundlosigkeit dieser doppelten Be-hauptung aus den Quellen auf eine so befriedigende, gründlicheund seinem kritischen Blick Ehre machende Weise nach, dassdiese seine Schrift den Freunden der Kirche eben so willkommenals ihren Gegnern wenigstens achtenswerth erscheinen wird undmuss.

*) Seit geraumer Zeit grassirt nemlich in Deutschland das Wort unddie damit verbundene verworrene Vorstellung eines wiederherzustcllendenUrchristenthums.