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theilhaft mache. Eine Ueberzeugung, welche besonders auch inder Liturgie der Maronitcn klar ausgesprochen wird, im Gebetefiir die Verstorbenen mit den Worten: „respice eos, Domine, inmisericordia tua, et peccata eis dimitte ob corpus et sanguinemunigeniti filii tui, quae cum eorum corporibus conjuncta sunt,humata ac sepulta.“
Am Schlüsse der vorstehenden Recension (loco citato) steht:„Die Fortsetzung folgt.“ Wir haben aber vergeblich in den fol-genden Bänden der Kerz’schen Literaturzeitung nach einer Fort-setzung uns umgesehen. Dennoch können wir nur schwer glauben,dass Baader die angefangene Recension nicht sollte vollends aus-gearbeitet haben. Beiläufig bemerkt fanden wir aber in der Kerz’-schen k. Literaturzeitung (Jahrg. 1826, Bd. III. S. 121 —276)etwas Anderes, was wir nicht suchten, nemlich eine ein halbesBuch ausmachende Recension dreier Schriften über Religions-philosophie von A. G., worunter unschwer Anton Günther zuerkennen war, und in welcher Recension Herr A. G. nicht er-mangelt, seine seichte Auffassung der Lehre J. Böhme’s in einerlangen Anmerkung (1. c. S. 153) auszukramen, indem er sich nichtentblödet, zu behaupten, „J. Böhme habe den Todesstoss gegendas Herz des Allerheiligsten geführt, indem er die Gegensätze desUniversums von gut und böse in Gott selber hineingeschoben undsie dann in ihm vermittelt habe.“ Hierauf ist nichts zu sagen, alsdass A. Günther von J. Böhme nichts versteht und wohl daranthäte, entweder über Böhme gänzlich zu schweigen, oder seineStudien in Bezug auf ihn gänzlich von vorne anzufangen. H.
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