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zu beweisen, dass, sofern der Mensch seinen Willen oder Willen-geist im Zeitleben diesem himmlischen, tief in seinem Gemüthwirksamen Nisus formativus entzieht, er doch nur zweien anderengleichfalls geistigen Willens-Bildungsprocessen unterliegt, entwedernemlich dem animalisch - siderischen oder dem infernalen, derenbeider Ergebnisse gleichfalls mit Aufhören seiner Weltzeit hervor-treten werden.
Wir vernahmen in den vorgehenden Vorträgen, dass und wiediese vollkommene Wiedergeburt des Menschen durch drei seinendrei constitutiven Principien entsprechende Momente hindurch gehtund dass die völlige Ablösung (Erlösung) des Willengeistes desMenschen von dessen Verbildung (Monstrosität) und somit dieradicale Entweltlicliung (Befreiung von der Welt) der Seele erstmit jenem inneren Blutvergiess en * *) beginnt, durch welchesder Mensch in seinem Herzen der Zeitwelt und ihrer Lust abstirbt,wie diese ihm, ein Herausziehen seines Herzens aus ihr, durchdas der Mensch nur um so weltverständiger und weltmächtiger,ja in Stand gesetzt wird**), inner seiner Sphäre zur Welter-rettung mitzuwirken. Mit diesem Aufgeben der doch nur arm-seligen und phantasmagorischen Weltfreuden beginnt aber eineandere selbe weit überbietende Freude im Menschen sich zu re-gen , welche man als das Primum movens aller Religion ***)nur zu oft ignorirt, indem man immer nur von jenem Kreuz undLeiden spricht, welches die Aufgabe der Weltfreude und des Welt-
weil nicht der Geist, sondern doch nur das Blindwirkende nach ihm dasPrimitive ist und weil schon darum ein wenigstens ethischer Nihilismusdas Ende vom Liede seiner Philosophie ist. Alle seine Schmähungen überTheismus und Christenthum werden nichts verfangen und sein System alsSystem nach kurzer Zeit nur noch in der historischen Erinnerung bewahrtbleiben. II.
*) In diesem Sinne sagt Christus: wer seine Seele in meinem Namenverliert oder dahin gibt, wird sie gewinnen.
**) Selbst das Zeitliche geniesst er nur, wenn er es entbehren kann,weil freier Genuss die Nothdurft ausschliesst.
***) In der Welt, sagt Christus, habt ihr Unfriede und Angst, in mirFrieden und Freude, die euch Niemand mehr nehmen wird.