Band 
Siebenter Band.
Seite
409
JPEG-Download
 

409

jener Mensch, welcher den Weg der Wiedergeburt wirklich ange-treten und seinen Willensgeist bereits durch Hilfe des Regeneratorsvom Weltgeist frei gemacht und in die himmlische Region gesetzthat. Denn weil das innere Gebilde der Seele (ihr Geistbild) das sowohlselbe dominirende, als durch sie das ihr das äussere entsprechendeGebilde oder den Leib anziehende Princip ist, so tritt bei einemsolchen Menschen bereits der Anfang einer solchen Zersetzung desGeistes, der Seele und des Leibes als eine den Zustand nach demTode anticipirende Seinsweise ein. Nemlich der bereits abgeschiedeneinnere Willensgeist würde, falls er frei wirken könnte, die Seelevöllig, so wie diese ihren Leib, an sich ziehen, da nun aber die-ser und die Seele durch ihn zurück ziehen, so fängt wenigstensim irdischen Leibe, welcher den jenem himmlischen Geistbild ent-sprechenden Auferstehungsleib ganz noch in sich verschlungen undgleichsam begraben hält, jene innere Wiedererweckung des letz-teren, oder jene Wiederwesentlichwerdung desselben an, welchesich im Yerwesungsprocess des irdischen Leibes fortsetzt und vol-lendet, quia Substantiatio unius est Desubstantiatio alterius *).

*) Suo modo findet dasselbe bei der Auferstehung zum ewigen Todeoder Sterben statt, indem auch die im Zeitleben gewirkten finsteren Werkesich dematerialisiren, um den Auferstehenden als Feuerkreis zu umgeben.Schon Dante spricht übrigens von einer solchen Doppelgängerei eines inseinem Geiste bereits in der Hölle seienden obschon leiblich noch aufErden wandelnden Menschen. (Auch Swedenborg fasset die höllischenFeuerqualen als Wirkungen der (bösen) Begierden und folglich als Strafender Sünden: »Das höllische Feuer, weil es Selbstsucht und Weltliebe ist,so ist es auch jene Begierde, welche mit diesen Trieben zusammenhängt,weil die Begierde die Liebe in ihrem beständigen Ausläufer (in suo con-tinuo) ist ifcc.« Von dem Himmel und von der Hölle von Swedenborgdurch Tafel. S. 560. LI.)