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Zehnter Band.
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LXIV
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immer weiter schreitende Ausbreitung ihrer Anwendung auf dasBesondere und Einzelne der Erkenntnissgegenständc ist möglichund muss möglich sein, wenn Philosophie nicht ein hohler Nameist, und, wenn System der Philosophie nichts Anderes heisst alsdie Vertiefung zu der Erkcnntniss der Totalität der Priucipien unddie immer weiter schreitende Anwendung derselben auf die ge-summte Welt des Erkennbaren, so muss auch das wahre Systemder Philosophie möglich sein. Diese Behauptung wird nicht wider-legt durch die unleugbare Thatsache, dass keines der bisherigenSysteme vollkommen genügt, dass die meisten dieser Systemekünstliche Schraubstöcke sind, welche der Wahrheit angelegt wur-den, dass diese Systeme voreilig abgeschlossen und in ihrer ge-ringeren oder grösseren Beschränktheit sich nicht zu der ganzenGrösse, Höhe und Tiefe ihres gewaltigen Gegenstandes erweiterthaben. Diess beweist nur, dass alle diese Systeme unzuläng-lich, dass sic nicht das wahre System selber sind, aber es be-weist nicht, dass das wahre System nicht möglich sei. Ist einSystem zu eng und zu beschränkt, so ist diese Engheit und Be-schränktheit zu beseitigen, nicht das Streben, an die Stelle desbeschränkten das wahre, allumfassende und angemessene Systemselbst zu setzen, Gerade um der Gefahr solcher Beschränktheitzu entgehen, hat Baader seine Forschung nicht voreilig abge-schlossen und hat er überhaupt von der Aufstellung eines förm-lich en Systems vorerst noch nichts wissen wollen. Aber geleitetvon seinem klar erkannten Princip ist er in seiner Forschung nachallen Seiten hin vorwärts geschritten und hat uns einen Schatzvon tiefen Erkenntnissen hinterlassen, der äusserlich angesehenals das reinste Gegenthcil eines systematischen Ganzen erscheint,seinem Gehalte nach aber als ein in allen Ilauptpuncten in sichselbst zusammenstimmendes Ganzes tiefer Wahrheitserkenntnissanzusehen ist, welches wegen seiner Vertiefung zur Totalität derPrincipien und seiner wenn auch nicht gleichmässigen doch auchnicht unbedeutenden Ausbreitung ins Besondere mit nicht ge-ringerem Rechte auf den Namen eines philosophischen SystemsAnspruch erheben darf, als nur immer von einem Platonischenund einem Leibnizischen Systeme die Rede sein bann. Dabei ist