liassend, abneigend. Wie aber Macht ohne Zuneigung nur furcht-bar ist (also nicht schön), so ist Neigung ohne Macht oder ohneErhabenheit gleichfalls nicht schön, und wenn man also die Schön-heit die Uniform der Liebe nennt, so muss die Schönheit jedesmalden Ausdruck der Erhabenheit und der Dcmutli zugleich enthalten,weil die Liebe diese beiden enthält.
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Zur Lehre vorn Ternär.
Der Zweck der vorhergehenden kleinen Abhandlung*) ist, einerErklärung jener bisher räthselhaften Stelle Epist. Joh. I. 5, 7 und8 den Weg zu bahnen, welche Stelle auch die tiefstdenkendenTheologen neuerer Zeiten (z. B. Hahn in seiner Uebersetzung desneuen Testamentes oder der h. Schriften der guten Botschaft vomverheissenen Königreiche 2. Th. S. 835) gleichsam als den stum-bling block der Exegetik liegen Hessen.
Wenn der Christ sagt, dass er nach seiner Wiederverklärungbeim Vater den Geist aussenden werde, wie er selber vom Vatergesandt sich ankündete, so bekräftigte er hiemit die in allen übrigenSchriftstellen festgesetzte Subordination (so zu sagen: Rangord-nung und anciennitd) der drei Personen in der Gottheit, welchein Bezug auf das Geschöpf**) eine relative Tiefe oder Entfernungvon diesem ausspricht, so dass dev Vater als der Innerlichste amweitesten von dem Geschöpfe absteht, der Sohn diesem näher,
*) Diese vorhergehende kleine Abhandlung scheint verlören gegangenzu sein. H.
**) Das Geschöpf kann seinen Schöpfer nur als solchen d. i. in Bezugauf sich erkennen, und die Lehre vom Ternär erhalt also auch nur inletzterem Bezüge Bedeutung. Wenn übrigens schon die Schrift den von derKirche eingeführten Gebrauch des Wortes: Personen, nicht sanctionirt,so kann doch selber stattfinden, falls man nur hiebei die Vermengung mitdem Worte: Individuen, vermeidet. Der oben bemerkten dreifachen Be-lation entspricht übrigens das über, durch und in uns.