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führen. Es sind dies erstens eine Uebersichtskarte der Steinkohlen-bergwerke im Oberberganitsbezirke Dortmund , nördlich der Ruhr,ferner eine den Absatz der westfälischen Steinkohle veranschaulichendeKarte und zwei graphische Darstellungen, von denen die eine denZweck hat, die Entwickelung der Kohlenförderung des ganzen Be-zirks und deren Geldwerth, die andere die Beiträge der Werke zurKnappschaftskasse und die Art der Verwendung der Gelder zuveranschaulichen. Es sei hier bemerkt, dass die Förderung an west-fälischer Kohle pro 1879 etwa 20 000 000 t betragen hat, einQuantum, welches ungefähr der Hälfte der gesammten deutschen und einem Sechstel der Kohlenförderung Englands gleichkommt.Obige 200000001 repräsentirten einen Geldwerth von 82 500 000 Mark,während im Jahre 1873 die Förderung von 16 OOO 000 t einemGeldwerth von 176 000 000 Mark entsprach.
Eine reiche Sammlung von Produkten des Steinkohlen-bergbaues, theils Rohkohlen (in Blöcken bis zu drei TonnenGewicht), theils Aufbereitungsprodukte, geben uns Aufschluss überden unerschöpflichen Reichthum an Kohlen und dessen rationelleAusbeutung. Ausserdem findet sich hier der Kohleneisenstein inrohem und geröstetem Zustande und die Erze der Harkort’schenBergwerke: Schwefelkies und Brauneisenstein, letzterer wegen seinerPhosphorfreiheit ein gesuchtes Erz für Bessemer-Roheisenfabrikation.
Die einzelnen Werke haben vortreffliche Modelle und Apparateausgestellt, von denen zu erwähnen sind: die Anlagen der Aren-berg’schen Gesellschaft, Schacht Prosper II, der GelsenkirchenerBergbau-Gesellschaft, der Bergbau-Gesellschaft Holland , der ZechenHibernia und Shamrock und des Kölner Bergwerksvereins. Ausser-dem haben in den Seitenkojen die Erzeugnisse einer Reihe vonFabriken Platz gefunden, welche fast ausschliesslich für den Berg-bau arbeiten; wir nennen Schüchtermann und Kremer in Dortmund ,R. W. Duinendahl in Huttrop, Mundscheit in Gelsenkirchen u. a. —Die berühmte Drahtseilfabrik von Felten und Guilleaume in Mülheimam Rhein hat eine sehr schöne Collection von Drahtseilen ausge-stellt; leider vermisst man bei den einzelnen Seilen die übersicht-lichen Angaben über Dimensionen, Gewicht des laufenden Metersund Bruchbelastung, welche wir in der Saarbrücker Abtheilung beiden Heckel’schen Drahtseilen finden.
In dieser Abtheilung wird uns der zweitgrösste Steinkohlen-bergbau unserer Provinzen in sehr anschaulicher und übersichtlicherDarstellung gezeigt. Wir erblicken die bedeutende Mächtigkeit derdortigen Flötze in zwei Riesenblöcken von 3 m Höhe. Die Abbau-methoden werden durch Modelle veranschaulicht. Die ausser-ordentlich günstigen Lagerungsverhältnisse der Flötze sind aufmehreren grossen Profilkarten dargestellt. Eine Sammlung ganzvorzüglich ansgeführter Modelle gibt uns Kenntniss von den gross-artigen und zweckmässigen maschinellen Einrichtungen der dortigenGruben. Ein grosses Interesse für den Eisenhüttenmann bietendie ausgestellten Proben des eisernen Schacht- und Streckenausbauessowie der eiserne ein- und zweispurige Oberbau für Grubenstrecken-förderung. Wir knüpfen hieran den Wunsch, dass auch auf denwestfälischen Zechen der eiserne Ausbau immer weitere Ausdehnunggewinnen werde.
Das Wurm-und Inde-Revier ist durch die Aachen -Höngener Berg-werks-Actien-Gesellschaft, durch dieV ereinigungs-GesellschaftimWurm-Revier und den Eschweiler Bergwerksverein vertreten. Auch hiergibt ein reiches Kartenmaterial über die geognostischen und Be-triebsverhältnisse detaillirten Aufschluss und sind die Produkte die-